Gleich zehn neue Professorinnen und Professoren haben im Wintersemester 2026/2027 an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) ihren Dienst begonnen. Wir freuen uns sehr über die Neuberufenen und ihre Unterstützung in der Lehre und in der Forschung.
Wollen Sie mehr über unsere Neuberufenen erfahren und warum sie sich für die THWS entschieden haben? Dann klicken Sie sich durch die jeweiligen Interviews.
Wir wünschen allen einen guten Start und ein gutes Ankommen an unserer Hochschule!
Fakultät Maschinenbau
1. Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die THWS kamen?
Nach meinem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität Dresden war ich bei der Schaeffler Gruppe in verschiedenen Funktionen als Experte und im Management, zuletzt als Geschäftsführer der Schaeffler Aerospace Germany GmbH & Co. KG in Schweinfurt, tätig. Während meiner Promotion habe ich mich mit der Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit von Flugantrieben der nächsten Generation beschäftigt; dieses Thema fasziniert und begleitet mich bis heute.
2. Warum haben Sie sich für die THWS als Arbeitgeberin entschieden?
Ich habe mit der THWS bereits in den letzten 20 Jahren zusammengearbeitet. Ich schätze die THWS sehr als Hochschule für fortschrittliche Lehre und Forschung sowie für ihre enge Kooperation mit den Industrieunternehmen, insbesondere in unserer Region, aber auch international.
3. Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Karriere als TH-Professorin/Professor am meisten?
Ich freue mich besonders auf die Zusammenarbeit mit den Studierenden und den Kolleginnen und Kollegen.
4. Warum haben Sie sich für eine Professur entschieden?
Zum einen aufgrund der einzigartigen Perspektive, Lehre, Forschung und Industriekooperation mit dem eigenen Erfahrungsschatz zu gestalten und zu entwickeln. Außerdem bietet eine Professur die Möglichkeit, sowohl interdisziplinär als auch fokussiert fachspezifisch zu arbeiten.
5. Wofür begeistern Sie sich neben Ihrer Tätigkeit als THWS Professorin/Professor?
Mit meiner Familie verreise ich gerne und wir treiben zusammen Sport.
6. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt und wie lautet Ihre Antwort darauf?
Wann gibt es die erste Spezialisierung auf Luft- und Raumfahrttechnik an der THWS? Hoffentlich bald… :-)
7. Gibt es einen Fun Fact/ einen Expertentipp/ einen Life-Hack (für Studierende oder die Allgemeinheit) aus Ihrem Fachbereich, den Sie mit uns teilen möchten?
Die Studienzeit gehört zu den schönsten Zeiten im Leben. Ich möchte den Studierenden raten, immer offen für neue Technologien zu sein und viel Praxiserfahrung in den Industrieunternehmen zu sammeln und die Möglichkeiten zum internationalen Austausch zu nutzen.
Foto: Privat
Fakultät Elektrotechnik
1. Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die THWS kamen?
Ich habe in USA in der Spracherkennung (Informatik) promoviert und gearbeitet. Nach mehreren Stationen in USA und Deutschland, war ich zuletzt in Nürnberg als Leiter der Emerging Technologies Abteilung bei der amerikanischen Firma Sensory. Unsere Aufgaben waren innovative Lösungen und Modelle für die Sprach- und Audiosignal Verarbeitung auf Embedded Devices
2. Warum haben Sie sich für die THWS als Arbeitgeberin entschieden?
Die THWS hat einen exzellenten Ruf und als ich von der Suche nach einem Professor für intelligente Embedded-Technologien las, dachte ich mir sofort, dass das super spannend klingt. Es war nicht schwer mich zu entscheiden.
3. Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Karriere als TH-Professorin/Professor am meisten?
Auf den Kontakt mit Studierenden. Ich freue mich darauf, nicht nur Lösungen zu entwerfen, sondern in Zukunft jungen Menschen zu helfen innovativ zu arbeiten und Technologie zu verstehen. Natürlich freue ich mich genauso auf meine neuen Kolleginnen und Kollegen!
4. Warum haben Sie sich für eine Professur entschieden?
Es gibt wenige Berufe, in denen man einerseits an Top-Technologie arbeiten kann und auf der anderen Seite Kontakt mit vielen jungen Leuten, die etwas lernen wollen, haben kann. Eine Professur ermöglicht genau das. Darauf freue ich mich.
5. Wofür begeistern Sie sich neben Ihrer Tätigkeit als THWS Professorin/Professor?
Da gibt’s ein bisschen was. Erstmal meine Familie. Wenn ich dann noch Zeit hab geh ich gern Mountain Biken und Joggen. Im Winter fahr ich gerne Ski und mache Ski Touren. Ich reise auch gerne, bin gern „unterwegs“.
6. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt und wie lautet Ihre Antwort darauf?
Wenn Sie eine Superkraft hätten, was wäre die? - Die Zukunft voraussehen. Ein 5 Sekunden Zeitfenster in die Zukunft genügt. Längere Zeitfenster sind gar nicht so wünschenswert.
7. Gibt es einen Fun Fact/ einen Expertentipp/ einen Life-Hack (für Studierende oder die Allgemeinheit) aus Ihrem Fachbereich, den Sie mit uns teilen möchten?
Wenn man bis spät abends Software debugged und man findet einfach den Fehler nicht: Schlafen gehen! Am nächsten Morgen findet man den Fehler häufig in der ersten Stunde. Ein frischer Kopf hilft da Wunder.
(Man sollte vor dem Schlafen natürlich längere Zeit ernsthaft gesucht haben. ;-) )
Foto: Foto Haag
Fakultät Elektrotechnik
1. Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die THWS kamen?
Mein Weg zur THWS begann mit meinem Studium der Elektrotechnik-Elektronik-Informationstechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Dort habe ich 2014 meinen Bachelor und 2016 meinen Master abgeschlossen. Anschließend war ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sensorik tätig und habe 2023 promoviert.
Nach meiner Zeit an der FAU wechselte ich zur Siemens Healthineers AG nach Erlangen. Dort arbeitete ich als Senior Key Expert für Conformity Management EMC im Zentralbereich Elektromagnetische Verträglichkeit. Die Verbindung von wissenschaftlicher Arbeit und praktischer Anwendung war dabei für mich besonders spannend und hat meinen fachlichen Weg maßgeblich geprägt.
Auch während meiner Tätigkeit bei Siemens Healthineers bin ich der Wissenschaft und Lehre verbunden geblieben. Als Lehrbeauftragter an der FAU Erlangen-Nürnberg und als Gastwissenschaftler am IMTEK der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg konnte ich weiterhin meine Erfahrungen aus Forschung und Praxis einbringen und den Austausch mit Studierenden und Forschenden pflegen.
2. Warum haben Sie sich für die THWS als Arbeitgeberin entschieden?
Was mich an der THWS besonders angesprochen hat, ist die Verbindung aus anwendungsorientierter Forschung, innovativen Themenfeldern und der engen regionalen Verbundenheit. Besonders die Forschungsschwerpunkte in den Bereichen nachhaltige Systeme und Medizintechnik bieten spannende Möglichkeiten, meine bisherigen Erfahrungen wirkungsvoll zu nutzen und gleichzeitig neue Ideen zu entwickeln.
Bei meinem ersten Besuch zur Probevorlesung hat sich schnell gezeigt, dass die THWS sehr gut zu mir passt. Die offene Atmosphäre, der unkomplizierte Austausch und die guten Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung haben mich sofort überzeugt. Besonders schätze ich die Möglichkeit, eigene Ideen aktiv umzusetzen und mich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln.
3. Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Karriere als TH-Professorin/Professor am meisten?
Besonders freue ich mich auf die Arbeit mit den Studierenden und darauf, Lehre und Forschung an der THWS in meinem Fachgebiet aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig möchte ich den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, Unternehmen und anderen Hochschulen nutzen, um neue gemeinsame Lehr- und Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen.
Darüber hinaus werde ich die THWS in nationalen (DKE) und internationalen Normungsgremien (IEC) für EMV und Medizintechnik vertreten – ab Ende 2026 unter anderem als Vorsitzender des DIN/DKE-Gremiums UK 804.2 Elektromagnetische Verträglichkeit medizinischer elektrischer Geräte und Systeme. Dadurch können Forschungsergebnisse der THWS direkt in die industrielle Anwendung übertragen werden.
4. Warum haben Sie sich für eine Professur entschieden?
Die Idee, an einer Hochschule zu arbeiten, hat mich schon länger begleitet. Besonders reizt mich die Verbindung aus Lehre, Forschung und Praxis sowie die Möglichkeit, eigene Ideen und Themen aktiv einzubringen. Schon während meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter habe ich gemerkt, wie viel Freude mir die Arbeit mit Studierenden und die Vermittlung von Wissen bereiten. Es motiviert mich, Studierende für Technik zu begeistern und sie auf ihrem Weg ein Stück zu begleiten.
Gleichzeitig bietet mir die Professur die Möglichkeit, meine bisherigen Forschungsthemen weiterzuführen und gemeinsam mit Studierenden, Kolleginnen und Kollegen sowie Partnern aus der Industrie an praxisnahen Fragestellungen zu arbeiten. Diese Kombination macht die Professur für mich zum richtigen nächsten Schritt.
5. Wofür begeistern Sie sich neben Ihrer Tätigkeit als THWS Professorin/Professor?
Die Begeisterung für Elektrotechnik begleitet mich schon seit meiner frühesten Jugend und findet sich daher auch in meinen Hobbys wieder. In meiner Freizeit tüftele ich gerne an privaten Elektronikprojekten, kniffligen Schaltungen und Elektroinstallationen. Weiterhin bin ich ehrenamtlich in einem Reparaturcafé tätig. Als Ausgleich zur Technik verbringe ich gerne Zeit im Garten und rund um den Hof. Gerade diese Mischung aus Technik, Tüfteln und praktischer Arbeit macht für mich den Reiz aus.
6. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt und wie lautet Ihre Antwort darauf?
Was wünschen Sie sich für Ihre Zeit an der THWS? - Ich möchte die Zeit an der THWS nutzen, um gemeinsam mit Studierenden und Kolleginnen und Kollegen spannende Ideen zu entwickeln und daraus konkrete Projekte entstehen zu lassen. Dabei ist mir wichtig, den Bezug zur Praxis und zur industriellen Anwendung im Blick zu behalten, Forschung und Lehre miteinander zu verbinden und vor allem die Freude an Technik weiterzugeben.
7. Gibt es einen Fun Fact/ einen Expertentipp/ einen Life-Hack (für Studierende oder die Allgemeinheit) aus Ihrem Fachbereich, den Sie mit uns teilen möchten?
Gerade in Zeiten von KI geraten die Grundlagen manchmal etwas in den Hintergrund. Mein Tipp an alle Studierenden: Nehmt euch trotzdem die Zeit, die Grundlagen wirklich zu verstehen. Ein solides und breites Grundwissen ist das Fundament für alles Weitere – und gerade im industriellen Alltag nach wie vor sehr gefragt. Wer die Zusammenhänge versteht und nicht nur einzelne Methoden oder Werkzeuge beherrscht, kann sich auch auf neue Technologien und Aufgaben viel leichter einstellen.
Foto: Privat
Fakultät THWS Business School
1. Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die THWS kamen?
Vor rund 20 Jahren begann ich meine berufliche Laufbahn im Marketing. Es folgten verschiedene Marketingpositionen im Mittelstand und im Konzern; zuletzt leitete ich das operative Geschäft eines mittelständischen Unternehmens. Promoviert habe ich am Lehrstuhl für Unternehmensführung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
2. Warum haben Sie sich für die THWS als Arbeitgeberin entschieden?
An der THWS kann ich meine Erfahrungen aus der Praxis mit wissenschaftlichen Fragen verbinden und eigene Ideen in der Lehre umsetzen. Auch die internationale Ausrichtung und der enge Austausch mit Unternehmen passen gut zu mir. Persönlich bedeutet mir viel, dass ich diese Möglichkeiten in einer Region finde, in der ich verwurzelt bin.
3. Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Karriere als TH-Professorin/Professor am meisten?
Am meisten freue ich mich auf die Arbeit mit den Studierenden: gemeinsam Ideen zu entwickeln, Fragen zu diskutieren und mit Praxispartnern an echten Aufgaben zu arbeiten. Auch auf die Zusammenarbeit mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen bin ich gespannt.
4. Warum haben Sie sich für eine Professur entschieden?
Schon während meiner Promotion am Lehrstuhl für Unternehmensführung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hatte ich viel Freude an der Lehre. Nach vielen Jahren in der Praxis möchte ich meine Erfahrungen nun an Studierende weitergeben und eigene Lehrideen entwickeln.
5. Wofür begeistern Sie sich neben Ihrer Tätigkeit als THWS Professorin/Professor?
Am liebsten verbringe ich Zeit mit meinen beiden Kindern, besonders wenn wir gemeinsam etwas unternehmen. Sport ist für mich ein wichtiger Ausgleich. Dabei kann ich abschalten und neue Energie sammeln. Außerdem höre ich gerne Musik und schätze gutes Essen.
6. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt und wie lautet Ihre Antwort darauf?
Was möchten Sie selbst an der THWS lernen? - Neue Perspektiven von Studierenden und Kolleginnen und Kollegen. Ich freue mich auf Fragen, auf die ich selbst noch nicht gekommen bin.
7. Gibt es einen Fun Fact/ einen Expertentipp/ einen Life-Hack (für Studierende oder die Allgemeinheit) aus Ihrem Fachbereich, den Sie mit uns teilen möchten?
Fragen Sie bei jeder Idee zuerst: Welches konkrete Problem löst sie für die Kundinnen und Kunden? Wenn darauf keine klare Antwort kommt, braucht die Idee noch Arbeit.
Foto: THWS/Anne Speda
Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften
1. Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die THWS kamen?
Bevor ich an die THWS kam, habe ich viele Jahre als Personalreferentin in verschiedenen Unternehmen sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Sektor gearbeitet. Zuletzt war ich viele Jahre in der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf für Führungskräfteentwicklung verantwortlich. Dort habe ich auch zum Thema „ärztliche Führungskompetenz bei Medizinstudierenden“ promoviert. Vorher habe ich auch z.B. beim Abwasserzweckverband Südholstein, der HIS eG oder dem G.A.R.D. Rettungsdienst in der Personalgewinnung und -entwicklung gearbeitet, aber auch viele arbeitsrechtliche Fragestellungen bearbeitet. Auch einige Jahre als Offizier bei der Bundeswehr zählen zu meinem Erfahrungsschatz. Auch hier engagierte ich mich bereits in der Nachwuchswerbung. Die Frage, wie man die richtigen Personen für Organisationen gewinnen, binden und weiterentwickeln kann, prägt meine gesamte berufliche Laufbahn seit über 20 Jahren.
2. Warum haben Sie sich für die THWS als Arbeitgeberin entschieden?
Die THWS bietet hervorragende Studiengänge, die Wissenschaft und Praxis optimal miteinander verbinden. Dies ist ein riesengroßer Gewinn für die Studierenden, aber auch für mich. Hier kann ich meine umfassenden Erfahrungen aus der Praxis in die Lehre einbeziehen. Auch waren die Menschen, denen ich im Rahmen des Berufungsverfahrens begegnet bin, außerordentlich wertschätzend. Hochschule ist für mich immer eine Teamleistung. Gute Ergebnisse werden nur gemeinsam erreicht und daher ist mir das kollegiale Miteinander besonders wichtig. Die Kolleginnen und Kollegen der THWS haben mich damit direkt überzeugt.
3. Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Karriere als TH-Professorin/Professor am meisten?
Auf die vielen Kontakte in der Lehre mit Studierenden, die etwas im Gesundheits- und Sozialwesen bewegen möchten. Die Menschen auf dem persönlichen Weg durch das Studium zu begleiten und zu sehen, wie sie sich entwickeln, darauf freue ich mich sehr. Zudem kann ich neben der Lehre auch weiter an unterschiedlichen Fragestellungen im Themenfeld des Personalmanagements in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft forschen. Hier gibt es noch viel zu tun, darauf freue ich mich auch.
4. Warum haben Sie sich für eine Professur entschieden?
Wegen der Dinge, auf die ich mich freue, wie in der vorherigen Frage beschrieben.
5. Wofür begeistern Sie sich neben Ihrer Tätigkeit als THWS Professorin/Professor?
Neben der Professur begeistere ich mich für Outdooraktivitäten, insbesondere in Skandinavien, meistens gemeinsam mit meinen beiden Kindern und meinem Mann. Meine Begeisterung reicht von Hundeschlittenfahren in Lappland, über Snowboarden, Wandern bis hin zum Tauchen. Skandinavien hat hier viel zu bieten.
6. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt und wie lautet Ihre Antwort darauf?
Wie gefällt Ihnen Würzburg? Würzburg ist eine tolle Stadt. Ehrlich gesagt hatte ich Würzburg vorher nie wirkliche Beachtung geschenkt und war vor dem Berufungsverfahren nie dort, aber die Stadt ist wirklich lebenswert.
7. Gibt es einen Fun Fact/ einen Expertentipp/ einen Life-Hack (für Studierende oder die Allgemeinheit) aus Ihrem Fachbereich, den Sie mit uns teilen möchten?
Studieren und Lernen bedeutet, dass man den Mut haben muss, Dinge auch auszuprobieren. Die reine Lehre im Hörsaal und das Auswendiglernen von Fakten bringt keine Entwicklung – weder für einen selbst noch für das Unternehmen und auch nicht für die Gesellschaft. Der Transfer von Theorie in Praxis braucht Menschen, die es machen. Daher seit mutig und packt die Dinge an. Frei nach dem Motto von Pippi Langstrumpf „Wie soll ich das wissen, wenn ich es noch nie versucht hab?“
Foto: THWS/Anne Speda
Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen
1. Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die THWS kamen?
Ich war als beratender Ingenieur und Unternehmer im Straßen- und Asphaltbau tätig. Mein Schwerpunkt liegt auf Sonderbelägen, Qualitätssicherung und anspruchsvollen Infrastrukturprojekten im In- und Ausland.
2. Warum haben Sie sich für die THWS als Arbeitgeberin entschieden?
Die THWS verbindet anwendungsnahe Lehre mit einem starken Praxisbezug und engem Austausch mit der Wirtschaft. Genau diese Kombination passt zu meinem beruflichen Verständnis.
3. Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Karriere als TH-Professorin/Professor am meisten?
Ich freue mich darauf, Studierende für den Straßenbau zu begeistern und gemeinsam mit ihnen Lösungen für eine nachhaltige Infrastruktur zu entwickeln.
4. Warum haben Sie sich für eine Professur entschieden?
Weil ich mein Wissen weitergeben, junge Ingenieurinnen und Ingenieure fördern und zugleich fachlich neue Ideen einbringen möchte.
5. Wofür begeistern Sie sich neben Ihrer Tätigkeit als THWS Professorin/Professor?
Neben Familie und Unternehmertum bin ich am liebsten auf dem Rennrad unterwegs, zum Abschalten, Auspowern und gelegentlich auch für Wettkämpfe.
6. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt und wie lautet Ihre Antwort darauf?
Was möchte ich meinen Studierenden vermitteln? - Entscheidungen zu treffen, zu wissen warum man sie trifft und dann auch dazu zu stehen.
7. Gibt es einen Fun Fact/ einen Expertentipp/ einen Life-Hack (für Studierende oder die Allgemeinheit) aus Ihrem Fachbereich, den Sie mit uns teilen möchten?
Alte Straßen werden nicht einfach entsorgt, sie können nahezu vollständig zum Rohstoff für eine neue Straßen werden!
Foto: Privat
Fakultät Elektrotechnik
1. Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die THWS kamen?
Ich durfte bei Valeo in der Power Division weltweit die Entwicklung der Applikations-Software und Regelungsalgorithmen leiten. Aus technischer Sicht war es faszinierend, die breite Produktvielfalt kennenzulernen und zu erleben, wie viele Synergien sich gerade aus Sicht der Antriebstechnik zwischen den Produkten ergeben. Aus menschlicher Sicht war es großartig, täglich mit Menschen aus verschiedensten Kulturen und Ländern zusammenzuarbeiten und ein starkes, globales Team zu bilden.
2. Warum haben Sie sich für die THWS als Arbeitgeberin entschieden?
Die THWS bietet ein sehr persönliches Umfeld mit einem klaren Fokus auf exzellenter Lehre, kombiniert mit hervorragenden Möglichkeiten, sich in der Forschung einzubringen und weiterzuentwickeln. Zudem gehört die internationale Arbeit hier ganz selbstverständlich zum Alltag – das hat mich sofort angesprochen.
3. Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Karriere als TH-Professorin/Professor am meisten?
Auf die spannende Aufgabe, nicht nur reines „Formelwissen“, sondern Methodiken zur Problemlösung zu vermitteln. Ich möchte Studierende dabei unterstützen, zu lernen und daran Spaß zu finden, wie man komplexe Probleme selbstständig strukturiert, knackt und zielgerichtet präsentiert – genau so, wie es sie später im echten Berufsalltag in der Industrie erwartet.
4. Warum haben Sie sich für eine Professur entschieden?
Das Vermitteln von Wissen hat mir schon immer großen Spaß gemacht. In meinen Positionen in der Industrie habe ich gemerkt, wie gern ich Menschen motiviere und für ein Thema begeistere. Eine Professur an der Hochschule ist für mich die perfekte Möglichkeit, diese beiden Leidenschaften miteinander zu verbinden.
5. Wofür begeistern Sie sich neben Ihrer Tätigkeit als THWS Professorin/Professor?
In meiner Freizeit bin ich aktuell überwiegend „Papa“. Die verbleibende Zeit verbringe ich am liebsten mit Technik – beim Handwerken und im Smart Home – sowie mit Sport beim Badminton, Radfahren oder Skifahren.
6. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt und wie lautet Ihre Antwort darauf?
Welche Herausforderung sehen Sie in der Professur? Die künstliche Intelligenz wird den Arbeitsalltag von Ingenieurinnen und Ingenieuren grundlegend verändern und damit auch das Ausbildungsziel unserer Lehre. Umso wichtiger wird es, gute Ingenieure mit tiefem, interdisziplinärem Grundlagenwissen und dem richtigen „Bauchgefühl“ auszubilden, die in der Lage sind, die Ergebnisse einer KI an den entscheidenden Stellen kritisch zu hinterfragen.
7. Gibt es einen Fun Fact/ einen Expertentipp/ einen Life-Hack (für Studierende oder die Allgemeinheit) aus Ihrem Fachbereich, den Sie mit uns teilen möchten?
Es gibt mindestens 113 elektrische Antriebe in unserem Haushalt + weitere 50 im Auto (und das ist durchaus durchschnittlich für eine Familie in Deutschland). Ohne diese Helfer wäre unser Alltag auf den Stand der 1950er-Jahre zurückgeworfen. Also wenn das keine Motivation ist, mehr über elektrische Antriebe wissen zu wollen! ;-)
Foto: Andreas Hagen
Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften
1. Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die THWS kamen?
Nach meinem Studium (Psychologie, Mathematik und Französisch für das Gymnasiallehramt) habe ich in Eichstätt zu sozialpsychologischen Aspekten beim nachhaltigen Konsum promoviert. Anschließend habe ich mein Referendariat gemacht und war dann einige Jahre als staatliche Schulpsychologin am Julius-Echter Gymnasium in Elsenfeld, südlich von Aschaffenburg, tätig. In diesem Rahmen habe ich Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte in allen Fragen, in denen Psychologie im Schulalltag eine Rolle spielt, beraten, von akuten Krisen über Lern- und Leistungsprobleme bis hin zur Schulentwicklung. Außerdem habe ich Mathematik und Psychologie sowie in einer Deutschklasse unterrichtet. Neben meiner Tätigkeit an der Schule habe ich in Eichstätt nebenberuflich geforscht, gelehrt und zur Motivation und gelingenden Organisation sozialer Engagements habilitiert. Außerdem hatte ich Lehraufträge an der TH in Aschaffenburg.
2. Warum haben Sie sich für die THWS als Arbeitgeberin entschieden?
Vier Faktoren waren für mich besonders ausschlaggebend: Erstens wollte ich gerne an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften lehren, weil mir Lehre wichtig ist und ich in der Forschung praktische Relevanz schätze. Zweitens ist Würzburg für mich ein sehr positiv besetzter Ort: ich bin im südlichen Landkreis Würzburg aufgewachsen und Würzburg hat für mich somit etwas sehr Heimatliches. Drittens spricht mich als Psychologin der verhaltenswissenschaftliche Ansatz der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften sehr an und viertens entsprach die Ausrichtung der Professur auf Sozial- und Umweltpsychologie genau meinen Schwerpunkten.
3. Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Karriere als TH-Professorin/Professor am meisten?
Ich freue mich besonders auf die Möglichkeit nun hauptberuflich forschen und lehren zu können und damit mehr Zeit für beides zu haben. Ich freue mich darauf umwelt- und sozialpsychologisches Wissen, das meines Erachtens von außerordentlicher Bedeutung für gesellschaftliche Transformationsprozesse ist, an Studierende weiterzugeben und mit ihnen darüber ins Gespräch zu kommen und ich freue mich auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen in der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften, wo ich bereits sehr herzlich empfangen wurde.
4. Warum haben Sie sich für eine Professur entschieden?
Ich bin fasziniert von sozial- und umweltpsychologischer Forschung und habe schon immer sehr gerne unterrichtet. Die Professur ist für mich die perfekte Möglichkeit beides zu verbinden und zudem den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu fördern.
5. Wofür begeistern Sie sich neben Ihrer Tätigkeit als THWS Professorin/Professor?
Vor allem für Aktivitäten mit meiner Familie. Meine drei Kinder, fünf, acht und zehn Jahre alt, sorgen dafür, dass mir im Alltag nie langweilig wird. Außerdem fahre ich gerne und viel Fahrrad und freue mich, wenn ich einen Abend mit meinem Mann im Theater verbringen kann.
6. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt und wie lautet Ihre Antwort darauf?
Warum ist Umweltpsychologie so wichtig? Viele ökologische Probleme, allen voran der Klimawandel, sind auf menschliches Verhalten zurückzuführen. Sie lassen sich nicht allein durch technische Innovationen lösen, sondern es sind Verhaltensänderungen notwendig. Ein wichtiger (und der mir wichtigste) Gegenstand der Umweltpsychologie ist die Frage, wie sich solche Verhaltensänderungen fördern lassen. Erkenntnisse zu dieser Fragestellung kann die Umweltpsychologie beitragen, um gemeinsam mit vielen anderen wissenschaftlichen Disziplinen und gesellschaftlichen Akteur:innen Umwelt- und Klimaschutz voranzubringen und damit die Lebensgrundlagen aktueller und zukünftiger Generationen zu sichern.
7. Gibt es einen Fun Fact/ einen Expertentipp/ einen Life-Hack (für Studierende oder die Allgemeinheit) aus Ihrem Fachbereich, den Sie mit uns teilen möchten?
Ein sehr wichtiges, aber relativ unbekanntes Phänomen ist, dass sehr viele Menschen unterschätzen, wie hoch die Bereitschaft ihrer Mitmenschen ist, sich umweltschützend zu verhalten. Diese Unterschätzung wiederum kann dazu führen, dass man selbst weniger für den Umweltschutz tut, weil man befürchtet, dass man damit in der Minderheit ist. Man spricht von pluralistischer Ignoranz und diese gibt es auch in vielen anderen Lebensbereichen. Ein erster Schritt, um sie zu überwinden, ist zu wissen, dass es diese Fehlwahrnehmung gibt.
Foto: THWS/Anne Speda
Fakultät Gestaltung
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Foto: folgt..
Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik
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Foto: folgt..
Fakultät Kunststofftechnik und Vermessung
1. Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die THWS kamen?
Seit meinem Maschinenbaustudium an der Universität Stuttgart habe ich mich für Kunststofftechnik interessiert und in diesem Fachbereich eine Promotion am dortigen Institut für Kunststofftechnik geschrieben. Anschließen wechselte ich als Forschungsingenieur, später Senior Expert in die zentrale Forschung und Vorausentwicklung der Robert Bosch GmbH. Dem Thema Kunststoff (Materialverhalten und -auswahl, Verarbeitung und Nachhaltigkeit) blieb ich treu.
2. Warum haben Sie sich für die THWS als Arbeitgeberin entschieden?
Als eine der wenigen Hochschulen in Deutschland bietet die thws eigene Studiengänge im Bereich Kunststoff an. Sie bietet ebenso ein attraktives Arbeits-, Lern- und Lebensumfeld. Des Weiteren hat mich die thematische Ausrichtung der ausgeschriebenen Stelle sehr interessiert.
3. Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Karriere als TH-Professorin/Professor am meisten?
Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den Studierenden und den Kollegen.
4. Warum haben Sie sich für eine Professur entschieden?
Zum einen pflege ich seit meiner Promotion Kontakt zu vielen verschiedenen Hochschulen und Universitäten und konnte mir eine Rückkehr in den wissenschaftlichen Bereich gut vorstellen. Zum anderen arbeite ich gern mit jungen, interessierten Menschen zusammen und gebe mein Wissen und meine Erfahrungen weiter.
5. Wofür begeistern Sie sich neben Ihrer Tätigkeit als THWS Professorin/Professor?
Ich koche gern und interessiere mich für Oldtimer und Architektur.
6. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt und wie lautet Ihre Antwort darauf?
Frage: Machen Sie Sport und wenn ja welchen?
Antwort: Zum sportlichen Ausgleich gehe ich (wenn es die Zeit erlaubt) Degenfechten.
7. Gibt es einen Fun Fact / einen Expertentipp / einen Life-Hack (für Studierende oder die Allgemeinheit) aus Ihrem Fachbereich, den Sie mit uns teilen möchten?
Zurzeit steht die Kunststofftechnik vor vielen Herausforderungen (Nachhaltigkeit, CO2 Einsparung, Mikroplastik, etc.). Ich hoffe, dass es mir dennoch gelingt durch eine gute Lehre und interessante Projekte junge Ingenieure für dieses Fachgebiet zu begeistern und Sie einen ganzheitlichen Blick auf diese Werkstoffklasse erhält.
Foto: Privat
Fakultät Maschinenbau
1. Was haben Sie gemacht, bevor Sie an die THWS kamen?
Nach dem Bachelor- und Master-Studium in Chemie- und Bioingenieurwesen an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen 2016 und 2018 promovierte ich 2024 als Mitglied der International Max Planck Research School for Advanced Methods in Process and Systems Engineering und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut Magdeburg und an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Bis Anfang 2024 arbeitete ich als Simulationsingenieur bei der Turn Energy GmbH, München, bevor ich im April 2024 meine Tätigkeit als Teamleiter in der Gruppe Prozesstechnik am Max-Planck-Institut Magdeburg aufnahm.
2. Warum haben Sie sich für die THWS als Arbeitgeberin entschieden?
Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt überzeugt durch ihre innovativen Forschungsschwerpunkte, insbesondere im Bereich Wasserstofftechnologien, sowie durch ihre starke regionale Verankerung. Für mich persönlich spielte zudem die Heimatnähe eine wichtige Rolle, da sie berufliche Perspektiven und persönliche Lebensqualität ideal verbindet.
3. Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Karriere als TH-Professorin/Professor am meisten?
Ich freue mich besonders darauf, Studierende für Themen wie chemische Energiespeicherung, Wasserstoff und Kreislaufwirtschaft zu begeistern und sie auf ihrem Weg in eine nachhaltige Energiezukunft zu begleiten. Ebenso reizt mich die Möglichkeit, anwendungsorientierte Forschung voranzutreiben und innovative Lösungen gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie zu entwickeln.
4. Warum haben Sie sich für eine Professur entschieden?
Die Professur bietet eine einzigartige Kombination aus Lehre, Forschung und Praxis. Mich motiviert vor allem die Chance, Wissen weiterzugeben, neue Ideen zu entwickeln und gemeinsam mit Studierenden sowie Partnern aus der Industrie Lösungen für reale Herausforderungen zu erarbeiten.
5. Wofür begeistern Sie sich neben Ihrer Tätigkeit als THWS Professorin/Professor?
Neben meiner beruflichen Tätigkeit interessiere ich mich für Wandern und Gartenarbeit. Diese Aktivitäten bieten mir einen wichtigen Ausgleich und liefern oft neue Perspektiven, die auch in meine Arbeit einfließen.
6. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt und wie lautet Ihre Antwort darauf?
Welche Rolle spielt Ihr Fachgebiet für die Zukunft?
Chemische Energiespeicherung, insbesondere auf Basis von Wasserstoff, ist ein zentraler Baustein für eine klimaneutrale Energieversorgung. In Kombination mit Konzepten der Kreislaufwirtschaft lassen sich Ressourcen effizient nutzen und nachhaltige Wertschöpfungssysteme aufbauen.
7. Gibt es einen Fun Fact / einen Expertentipp / einen Life-Hack (für Studierende oder die Allgemeinheit) aus Ihrem Fachbereich, den Sie mit uns teilen möchten?
In der Wasserstoffwirtschaft entscheidet nicht nur die Erzeugung, sondern vor allem die Systemintegration über den Erfolg. Elektrolyse, Speicherung, Transport und Nutzung müssen als Gesamtsystem gedacht werden – sonst entstehen schnell ineffiziente Lösungen mit hohen Energieverlusten.