SUTE-Professorinnen und Professoren sowie Studierende zu Gast am CAIRO.thws im Rahmen des DAIL-Projekts
Im Rahmen des DAAD-geförderten Projekts „Disinformation and AI Law“ (DAIL) begrüßte die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) Professorinnen und Professoren, Studierende sowie Kolleginnen und Kollegen der State University of Trade and Economics (SUTE, Ukraine) am Center for Artificial Intelligence (CAIRO.thws).
Interdisziplinärer Austausch am CAIRO.thws
Im Fokus des Besuchs standen mehrere intensive Arbeitstage am CAIRO.thws. Dabei setzten sich Studierende aus den Bereichen Recht und Informatik gemeinsam mit aktuellen Fragestellungen rund um Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Regulierung auseinander. Vorträge, Workshops und gemeinsame Arbeitsformate ermöglichten einen praxisnahen Austausch und verbanden wissenschaftliche Perspektiven mit konkreten Anwendungsbeispielen.
Experten-Worskhop
Den Auftakt bildete ein Experten-Workshop zu Desinformation und KI-Recht, zu dem Olena Andriienko (Nationa Academy of Legal Science, Ukraine), Patrick Aichroth (Fraunhofer Institute, Ilmenau), Dr. Jessica Fling (JUN Legal, Würzburg), Prof. Dr. Natliia Mazaraki (SUTE, Ukraine), Dr. Iryna Stroyko (Rechtsanwältin, Ukraine) und Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf (Universität Würzburg) als externe Referierende beitrugen. Weitere Einblicke in die Themen KI und Desinformation lieferten Projektpartner und Forschende, die an der DAIL-Initiative beteiligt sind, namentlich Associate Professor Dr. Tamara Kortukova, Associate Professor Dr. Hanna Ilchenko sowie der Doktorand Roman Shpyrka (alle SUTE, Kyjiw) und auf Seiten der THWS Prof. Dr. Ivan Yamshchikov und Prof. Dr. Ralf Roßkopf, die den übergeordneten Forschungskontext und die Ziele des Projekts vorstellten.
Hackathon
Ein besonderer Programmpunkt war der DAIL-Hackathon, organisiert von Prof. Dr. Ivan Yamshchikov und Prof. Dr. Ralf Roßkopf. In interdisziplinären Teams arbeiteten Studierende der SUTE gemeinsam mit Studierenden des internationalen Masterstudiengangs Artificial Intelligence (MAI) der THWS an Lösungsansätzen zur Erkennung von KI-gestützter Desinformation. Der Hackathon machte deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel von technischen und rechtlichen Perspektiven in diesem Themenfeld ist.
Fachliche Impulse aus Wissenschaft und Praxis
Ergänzt wurde das Programm durch mehrere Fachvorträge zu Desinformation und digitaler Sicherheit. Sven-Eric Fikenscher von der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern (CEPOLIS) stellte Ergebnisse aus dem Horizon-Europe-Projekt FERMI vor und ging dabei insbesondere auf die Analyse und Eindämmung von Fake News ein. Dr. Heiko Michael Edlinger sprach über strategische Sicherheitsfragen und umfassendes Risikomanagement. Auch Vertreter der Rechercheorganisation Correctiv waren vor Ort und gaben Einblicke in ihre Arbeit im Bereich Fact-Checking sowie in die Erkennung KI-generierter Inhalte.
Einblicke in die angewandte Forschung an der THWS
Neben den Aktivitäten am CAIRO.thws besuchte die Gruppe auch das Center für Robotik (CERI) in Schweinfurt, unter der Leitung von Prof. Dr. Tobias Kaupp. Dort erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in aktuelle Entwicklungen im Bereich autonomer Systeme und KI-gestützter Wahrnehmung. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Technologietransferzentrums in Ochsenfurt (TTZ-WUE), der durch das Team Rund um Prof. Dr. Benjamin Weggemann Einblicke in angewandte Cybersicherheitsforschung und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis bot.
Zum Abschluss des Besuchs erhielten die Teilnehmenden ihre Zertifikate, überreicht von Prof. Dr. Ralf Roßkopf (THWS) und Associate Professor Dr. Tamara Kortukova (SUTE). Die kleine Abschlussrunde markierte das Ende einer intensiven Woche voller Austausch und gemeinsamer Aktivitäten.
Das DAIL-Projekt wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert. Die Zusammenarbeit zwischen THWS und SUTE wird über den Besuch hinaus fortgeführt, weitere gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen KI, Recht und Cybersicherheit sind geplant.
In diesem Zusammenhang halten sich Associate Professor Dr. Tamara Kortukova, Associate Professor Dr. Hanna Ilchenko sowie der Doktorand Roman Shpyrka (alle SUTE, Kyjiw) derzeit für einen einmonatigen Forschungsaufenthalt am CAIRO.thws auf und tragen so zusätzlich zur Vertiefung des wissenschaftlichen Austauschs bei.
Weitere Einblicke aus Sicht der SUTE bietet ein Blogbeitrag unter:
https://knute.edu.ua/blog/read/?pid=50698&en








