„Man kann hier wirklich wachsen, ohne dass zu viel Druck herrscht.“ Sarah Feyl Bibliothekarin, Hochschulbibliothek
Frau Feyl, warum haben Sie sich für die THWS als Arbeitgeberin entschieden?
Ich habe meine eigene Studienzeit sehr genossen - deshalb fand ich die Vorstellung, an einer Hochschule zu arbeiten, besonders reizvoll. Außerdem war mir wichtig, einen Arbeitgeber zu finden, der fortschrittlich denkt und flexibel ist. Beides habe ich hier gefunden.
Wie sieht Ihr Arbeitsalltag in der Bibliothek aus?
Mein Aufgabenbereich ist sehr vielfältig - genau das mag ich. Zunächst war ich zweite Projektleitung für die Einführung des neuen Bibliothekssystems FOLIO. Zudem habe ich die Administration des Systems übernommen. Wir waren tatsächlich die erste Bibliothek in Deutschland, die komplett darauf umgestiegen ist.
Seit Herbst 2024 leite ich die Katalogisierung für beide Standorte (Würzburg und Schweinfurt) und bin zudem stellvertretende Standortleitung in Schweinfurt. Daneben halte ich Schulungen für Studierende, arbeite an der Ausleihtheke, kümmere mich um Fernleihe und Mahnungen und bin Teil der Öffentlichkeitsarbeit sowie des Wissensmanagements der Bibliothek.
Wie viel Gestaltungsspielraum haben Sie in Ihrer Arbeit?
Sehr viel. Die THWS-Bibliothek ist offen für Neues und arbeitet fast schon demokratisch – das Team wird in Entscheidungen eingebunden. So können wir jederzeit eigene Ideen einbringen, etwa neue Schulungsformate entwickeln oder bestehende verbessern.
Worüber haben Sie sich in letzter Zeit gefreut?
Da gab es einiges. Zum Beispiel über den Durchbruch bei der Konfiguration unserer neuen Fernleih-App – das neue System wächst Stück für Stück. Außerdem entwickle ich mit unserer Praktikantin gerade ein Escape-Game in der Bibliothek, was viel Spaß macht. Und manchmal sind es einfach kleine Gesten – wie der Kuchen, den eine Kollegin kürzlich einfach so mitgebracht hat.
Was verbuchen Sie für sich als Erfolg?
Ganz klar: die erfolgreiche Einführung des neuen Bibliothekssystems. Persönlich bin ich auch stolz darauf, dass ich inzwischen Schulungen und sogar Vorträge auf Englisch halte - am Anfang hatte ich davor richtig Respekt. Hier kann man wirklich wachsen, ohne dass zu viel Druck herrscht.
Die THWS ist bekannt für ihre Internationalität. Merken Sie das in Ihrem Arbeitsalltag?
Absolut. In Schweinfurt sind etwa zwei Drittel der Studierenden international – an der Ausleihtheke sprechen wir oft mehr Englisch als Deutsch. Auch unsere Schulungen bieten wir in beiden Sprachen an.
Was finden Sie herausfordernd?
Die große Freiheit - sie ist wunderbar, aber man muss lernen, Prioritäten zu setzen. Nur weil ein Projekt wie das Escape-Game gerade am meisten Spaß macht, heißt das nicht, dass es immer das Wichtigste ist. Gleichzeitig verändert sich die Bibliothekswelt ständig, etwa durch KI oder neue digitale Angebote - das macht es aber auch spannend.
Wie würden Sie das Team an der Bibliothek beschreiben?
Wir sind sehr solidarisch. Wenn jemand krank oder im Urlaub ist, springt das Team selbstverständlich ein, ohne dass man jemandem hinterherrennen müsste. Wir tauschen uns regelmäßig aus – sowohl standortübergreifend als auch im kleinen Kreis. Kommunikation wird hier wirklich gelebt. Und manchmal zeigt sich der gute Teamgeist auch einfach durch ein Stückchen Kuchen.
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