Aktuelle Informationen und Veranstaltungen
Junge Talente zu Besuch am IMES - für MINT-Studium begeistern

15.07.2026: Vor Kurzem durften wir die 12. Klasse des Olympia-Morata-Gymnasiums, Vertiefungsfach Biophysik, am Institut für Medizintechnik Schweinfurt (IMES) begrüßen.
Im Rahmen einer Institutsführung erhielten die rund 15 Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit rund um die Themen Medizintechnik und Laborautomatisierung. Dabei stellten wir unter anderem unsere aktuellen Forschungsprojekte #AutoProNano und #EQUIP vor.
Natürlich durfte auch das praktische Ausprobieren nicht fehlen: Anhand von Ultraschall- und Spektrometrie-Anwendungen konnten die Schülerinnen und Schüler Medizintechnik selbst erleben und einen Eindruck davon gewinnen, wie vielfältig und spannend dieses Fachgebiet ist.
Mit Besuchen wie diesem möchten wir jungen Menschen zeigen, welche Möglichkeiten die Medizintechnik bietet, sie für ein MINT-Studium begeistern und ihnen Einblicke in Forschung und Studium am IMES geben. Unser stellvertretender Institutsleiter Prof. Dr. Jan Hansmann bringt es auf den Punkt: „Vielleicht entscheidet sich die eine oder der andere ja später für ein Studium an der THWS. Wenn wir dafür den ersten Impuls geben konnten, freut uns das besonders.“
Vielen Dank für euren Besuch, euer großes Interesse und die vielen spannenden Fragen. Wir wünschen euch alles Gute für euren weiteren Weg!
Nanopartikel aus Schweinfurt: Willkommen im Forschungsraum EQUIP!

06.07.2026: Am IMES der THWS entsteht mit EQUIP eine hochmoderne Forschungsplattform für automatisierte Labortechnik. Gemeinsam mit unseren Partnern an der FAU Erlangen-Nürnberg und dem Fraunhofer ISC TLC-RT entwickeln wir neue Ansätze zur datengetriebenen Optimierung lipidbasierter Nanopartikel - wichtigen Wirkstofftransportern für mRNA-basierte Therapien.
- Automatisierte Laborprozesse
- Künstliche Intelligenz und Aktives Lernen
- Biologische Tests an menschlichen Gewebemodellen
So schaffen wir die Grundlage für reproduzierbare Forschung und einen Beitrag zur Entwicklung zukünftiger Therapien - von personalisierten Krebsbehandlungen bis hin zu weiteren innovativen Wirkstoffsystemen.
EQUIP steht aber nicht nur für exzellente angewandte Forschung: Bis 2029 entstehen neue Qualifizierungsangebote für Studierende, Promovierende und Fachkräfte, insbesondere für die Region Mainfranken. Mit Life Science Engineering stärken wir den Wissenstransfer zwischen Hochschule, Forschung und Industrie.
Nach der Bestellung der Geräte freuen wir uns nun auf den Aufbau der Anlage bis Ende des Jahres. Anschließend starten wir gemeinsam mit unseren Forschungs- und Industriepartnern in die nächste Projektphase und schaffen die Grundlage für die ersten automatisierten Herstellungs- und Optimierungsprozesse.
Wir freuen uns darauf, euch auf diesem Weg mitzunehmen und regelmäßig Einblicke in den Forschungsraum EQUIP zu geben!
Von Mainfranken nach Brasilien: IMES auf internationaler Bühne

06.07.2026: Ende Juni waren Prof. Dr. Jan Hansmann und Dr. Christoph Malkmus vom IMES-Team beim 1st International Symposium on Nanotechnology for Healthcare an der Fiocruz in Rio de Janeiro vertreten - einer der führenden Einrichtungen für Gesundheitsforschung und Innovation in Lateinamerika. Im Mittelpunkt der Konferenz standen innovative Technologien für die Gesundheitsversorgung von morgen.
Beide IMES-Forscher präsentierten aktuelle Forschungsergebnisse zur Automatisierung von Laborprozessen in den Life Sciences, die gemeinsam mit dem Fraunhofer TLC-RT im Forschungsprojekt IDEAL (Intelligente Digitalisierte Automatisierungslösungen für das Labor) entwickelt werden.
Durch die Verbindung der Automatisierungskompetenz des Fraunhofer TLC-RT mit dem IMES-Know-how in den Bereichen Engineering und Data Science entstehen intelligente, digitalisierte Laborlösungen. Gleichzeitig wird die Grundlage für eine neue interdisziplinäre Forschungsgruppe in Mainfranken geschaffen. Die erfolgreiche Kooperation steht für gelebte Innovation, kurze Wege und den gemeinsamen Anspruch, Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung zu verbinden.
Die Konferenz in Rio hat einmal mehr gezeigt, wie entscheidend das Zusammenspiel von Biologie, Ingenieurwissenschaften, Automatisierung und digitalen Technologien für die Gesundheitsversorgung der Zukunft ist. Genau an dieser Schnittstelle forscht und entwickelt das interdisziplinäre Team des IMES.
Forschungsraum EQUIP: Neue Innovationsschmiede an der THWS

05.12.2025, PM: Kooperationsprojekt für automatisierte Labortechnik läuft bis 2029
Wegweisende Fortschritte im Bereich „Life Science Engineering“: An der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) entsteht mit dem Forschungsraum EQUIP ein hochmodernes, automatisiertes Labor für innovative Optimierung von Wirkstofftransportern, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dagmar Fischer von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC) in Würzburg. Projektleiter an der THWS ist Prof. Dr. Jan Hansmann vom Institut für Medizintechnik (IMES), Förderträger ist das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Im Zentrum des neuen Forschungsprojekts steht die datengetriebene Optimierung lipid-basierter Nanopartikel. Diese Partikel sind beispielsweise Wirkstofftransporter für mRNA-Impfstoffe wie gegen das Corona-Virus. Künftig sollen sie auch für die präzise Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden. Damit die Nanopartikel innerhalb des menschlichen Körpers dort ansetzen können, wo sie gebraucht werden, müssen sie ganz bestimmte Gewebeeigenschaften haben, um etwa in die Haut eindringen oder die Bluthirnschranke überwinden zu können. Welche Eigenschaften für den jeweiligen Einsatz optimal sind, wird an menschlichen Gewebemodellen getestet, wodurch sich die Zahl notwendiger Tierstudien verringern lässt.
Die Datenmengen aus diesen Testreihen werden mit sogenanntem „Aktivem Lernen“ – einer Strategie aus der künstlichen Intelligenz – analysiert, um die jeweils optimalen Partikeleigenschaften herauszufinden. Mit automatisierten Prozessen für die Herstellung, Analyse und die biologischen Tests von Nanopartikeln wird das Team von EQUIP die Herausforderungen in der Wirkstoffentwicklung angehen. „Durch die Automatisierung steigern wir die Standardisierung und Reproduzierbarkeit der Partikeleigenschaften“, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Jan Hansmann. Das Forschungsvorhaben stelle somit ein Konzept für eine präklinische Entwicklungsplattform. Dies sei nicht nur ein wissenschaftlicher Meilenstein, sondern auch ein bahnbrechender Ansatz für den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis.
Einsatz für Studierende, Weiterbildung für Fachkräfte
Eine besondere Stärke des Projekts liegt in seinem dreistufigen Qualifizierungskonzept. Die Integration von Studierenden und Promovierenden eröffnet jungen Talenten an der Schnittstelle von Ingenieurs- und Lebenswissenschaften neue Bildungschancen. Zudem arbeitet die THWS mit Industriepartnern – der OPTIMA packaging group GmBH und dem Lab Automation Network – an einem berufsbegleitenden Weiterbildungsprogramm für Fachkräfte in der Automatisierungstechnologie mit Bezug zu Life Sciences. „In Zeiten des industriellen Strukturwandels, insbesondere in der Region Schweinfurt, leistet die THWS mit diesem Ansatz einen wertvollen Beitrag zur Transformation der Industrie und wirkt dem Fachkräftemangel in der Biotechnologie entgegen“, betont Prof. Dr. Hansmann.
„Das Projekt EQUIP ist ein Paradebeispiel für die zukunftsorientierte Symbiose aus Forschung, Bildung und industrieller Zusammenarbeit und zeigt eindrucksvoll, wie akademische Institutionen aktiv zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen können“, betont Prof. Dr. Jan Schmitt, Vizepräsident für Forschung und Gründung an der THWS.
Die Forschungsinitiative EQUIP ist eines von bundesweit 23 geförderten Projekten und läuft noch bis Ende 2029. Die Förderlinie wird gemeinsam vom fachlich zuständigen Ressort des Landes Bayern und dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen des Programms „Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW)“ finanziert.
(Foto: AdobeStock-Sampao-1524565973)
