Workshop Grundlagen der Softwareentwicklung
Praktische Ansätze mit UML und Java
Die Analyse technischer Problemstellungen und deren Lösung mit Hilfe von Software sind Schüsselqualifikationen zahlreicher Berufsbilder in der heutigen technologiegetriebenen Wirtschaft.
Insbesondere die Modellierung in einer verständlichen Form und die anschließende Implementierung in einer modernen Programmiersprache sind hierbei wichtig. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops lernen die Grundlagen der Unified Modeling Language (UML) kennen und implementieren einfache Programme anhand der objektorientierten Programmiersprache Java. Dadurch erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Zugang zur modernen Entwicklung von Software, der Grundlage für die weitere persönliche Entwicklung auf diesem Gebiet sein kann.
Das erwartet Sie im Workshop
Im Detail wird auf die folgenden Themen eingegangen:
- Anwendungsfälle und Anwendungsfalldiagramm
- Aktivitätsdiagramm
- Klassendiagramm
- Grundlagen der objektorientierten Programmierung: Klasse und Objekt, Beziehungen zwischen Klassen und Objekten
- Implementierung von Klassen in Java
- Lösung technischer Problemstellungen mit Java
Der Workshop erläutert die genannten Themen und übt diese anhand zahlreicher Aufgaben und Praxisbeispiele ein. Programmieren lernt man nur "hands-on", weshalb auf einen sehr hohen praktischen Anteil wert gelegt wird.
- Termin: 28.09.2026 - 30.09.2026
- Dauer: 3 Tage (gesamt 24 UE á 45 Minuten)
- Standort: THWS Schweinfurt
- Preis: 1.990,00 €
Dozent des Workshops
Prof. Dr. Markus A. Mathes
Studiengangleiter/-fachberater Bachelor Elektro- und Informationstechnik
Fakultät Elektrotechnik
Zielgruppe
- Berufserfahrene ohne Programmierkenntnisse, die einen praktischen Zugang zur Entwicklung von Software suchen
- Berufserfahrene mit Basiskenntnissen in der Programmierung, die ihre Kenntnisse auffrischen und erweitern wollen
Benötigtes Vorwissen: keines - Interesse an der Entwicklung von Software genügt
100 Labore, 10 Fachrichtungen
Wir bieten Hochspannung - im Labor, aber auch im Seminarraum. Nutzen Sie unser vielfältiges Laborangebot aus den zehn Fachbereichen der THWS.
10 Fragen zum Workshop
Um Ihnen einen tieferen Einblick in den Workshop und die Möglichkeiten, die er bietet, zu geben, haben wir einige zentrale Fragen an Prof. Dr. Mathes gestellt. Erfahren Sie aus erster Hand, was diesen Workshop einzigartig macht und wie er Ihre Fähigkeiten in der Softwareentwicklung auf das nächste Level heben kann:
1. Warum sind UML und Java besonders wichtig für die heutigen Fachkräfte in der Technologiebranche?
Java ist eine weit verbreitete, universell verwendbare Programmiersprache für zahlreiche Anwendungsfälle und Szenarien. Darüber hinaus ist sie vergleichsweise einfach zu erlernen und bietet eine zugängliche Syntax. Damit man nicht direkt in „Quellcode denken“ muss, sollte man Software zunächst modellieren. Eine umfassende Modellierungssprache ist UML, die von zahlreichen Unternehmen und Entwicklungsteams eingesetzt wird.
2. Welche Hauptkompetenzen und Fähigkeiten werden die Teilnehmenden des Workshops erwerben?
Die Teilnehmenden lernen einfache bis fortgeschrittene Probleme mit Hilfe der UML darzustellen, anschließend in Java zu implementieren und schlussendlich zu lösen. Der Fokus liegt dabei auf dem Verständnis der Objektorientierung (Klassen und deren Instanzen).
3. Können Sie uns ein Beispiel für ein praxisnahes Projekt oder eine Aufgabe geben, die die Teilnehmenden während des Workshops erwarten können?
Anhand von zahlreichen Beispielen wird die Implementierung und Verwendung von Klassen und Objekten eingeübt: Implementierung einer Klasse Person, Buch und KomlexeZahl. Zusätzlich sprechen wir über abstrakte Klassen, Vererbung und Interfaces.
4. Wie profitieren Berufserfahrene ohne Programmierkenntnisse von diesem Workshop?
Der Workshop bietet einen Schnellstart in die Programmierung in Java – Vorkenntnisse sind hilfreich aber nicht zwingend notwendig. Neben grundlegenden Programmier-Skills erwerben die Teilnehmenden ein Grundverständnis der objektorientieren Programmierung und der relevanten Begriffe.
5. Was unterscheidet diesen Workshop von anderen Softwareentwicklungskursen?
Dieser Workshop richtet sich nach dem Prinzip „learning by doing“. Die Teilnehmenden erhalten zahlreiche Beispiele und Code Snippets, die es dann gilt, selbständig „zum Laufen“ zu bringen. Wir werden viel Zeit am PC und in der Entwicklungsumgebung Eclipse verbringen.
6. Können Sie einen der häufigsten Fehler oder Herausforderungen nennen, denen Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger beim Erlernen von Java und UML begegnen, und wie der Workshop dabei hilft, diese zu überwinden?
Oftmals existieren bereits Kenntnisse in der prozeduralen Programmierung (z. B. in C). Versucht man nun eine Problemstellung objektorientiert zu lösen, ohne dass man die notwendigen Konzepte dahinter verstanden hat, wird man vermutlich scheitern. Oder es entsteht eine in Objektorientierung verpackte Lösung, die eigentlich prozedural ist.
7. Warum haben Sie sich entschieden, einen starken Fokus auf praktische Übungen im Workshop zu legen?
Programmieren lernt man nur durch Ausprobieren, Scheitern, Erfolg und Erfahrung. Selbst Fulltime Developer lernen jeden Tag neues dazu. So sollte auch die Programmierausbildung organisiert sein: learning by doing.
8. Haben Sie Ratschläge für die Teilnehmenden, wie sie das Maximum aus diesem Workshop herausholen können?
Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren! Auch wenn manches nicht beim ersten Mal gelingt, so sammelt man doch Erfahrungen, die bei der nächsten Aufgabenstellung hilfreich sind.
9. Welche weiteren Entwicklungen in der Softwareentwicklung sehen Sie in den nächsten Jahren, und wie kann dieser Workshop den Teilnehmenden helfen, auf dem neuesten Stand zu bleiben?
Im Moment wird die Softwareentwicklung durch künstliche Intelligenz (KI) grundlegend geändert. Standardcode wird zunehmend automatisch generiert oder bestehender Code durch KI ergänzt. Um die angebotenen Lösungen aber kritisch beurteilen zu können, bedarf es „natürlicher Intelligenz“, also den prüfenden Blick von Entwicklerinnen und Entwicklern.
10. Was fasziniert Sie persönlich an Softwareentwicklung und wie sind Sie dazu gekommen?
Ich programmiere selbst seit meinem 11. Lebensjahr. Ich fand und finde es einfach spannend, zu einer Problemstellung eine Lösung in Form eines Programms zu formulieren. Manchmal geht das schnell, manchmal „beißt“ man sich an einer Fragestellung fest. Aber genau diese „harten Nüsse“ machen den Reiz aus.
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Telefon: 0931/ 3511 - 6300
E-Mail: campus.weiterbildung[at]thws.de
Ihr Team des Campus Weiterbildung





