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Investition für Innovation: THWS feiert Eröffnung des Wasserstoff-Technikums in Schweinfurt

18.05.2026 | Pressemeldung, FM
Fakultät Maschinenbau verfügt nun über ein speziell für Wasserstoff-Forschung und -Lehre gebautes Gebäude am Campus Ledward

Eine neue Heimat für Forschung und Lehre zum Thema Wasserstoff: Am Campus Ledward der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) ist das neu gebaute Wasserstoff-Technikum eingeweiht worden. Hochschulpräsident Prof. Dr. Jean Meyer begrüßte Stephanie Jacobs, Amtschefin des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst, sowie viele weitere Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zur feierlichen Eröffnung in Schweinfurt.

Mit einem Jahr Planungszeit und einem Jahr Bauzeit wurde das neue Gebäude innerhalb kürzester Zeit realisiert. Entstanden ist ein Holz-Beton-Hybridbau, der drei miteinander verbundene, großräumige Labore, zwei Seminarräume und eine Reihe von Büros beherbergt. Damit bekommt auch das von der THWS selbst entwickelte Wasserstoff-Flugzeug „Taifun 17 H₂“ eine dauerhafte Bleibe, die groß genug für den Reisemotorsegler ist.

Mit Blick auf die stark schwankenden Energiepreise sei Wasserstoff zwar kein Allheilmittel, aber ein wichtiger Teil der Lösung, sagte THWS-Präsident Prof. Dr. Meyer in seiner Begrüßungsansprache. „Denn eigentlich haben wir kein Energieproblem, sondern ein Speicherproblem“ – hier könne Wasserstoff Abhilfe schaffen. Amtschefin Jacobs betonte, im 21. Jahrhundert sei Energie immer mehr eine Frage von Know-how. Es brauche den täglichen Einsatz für Forschung und innovative Lösungen: „Das Wasserstoff-Technikum wird genau das liefern – an der THWS führen Investitionen zu Innovationen!“  Dabei schaffe die THWS die besten Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Ausbildung, auch durch den Bachelorstudiengang Wasserstoff- und Verfahrenstechnik: „Hier werden die Fachkräfte der Zukunft ausgebildet.“

Die Schweinfurter Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber betonte den Symbolcharakter des neuen Gebäudes für die Region: „Das ist Strukturwandel im besten Sinne – Schweinfurt verwaltet nicht, sondern es gestaltet den Strukturwandel.“ Wasserstoff als Schlüsseltechnologie sei entscheidend für die Region, die auf diesem Gebiet schon seit 25 Jahren eine Vorreiterrolle habe.

Absauganlagen und kontinuierliche Überwachung

Prof. Martin Naumann, Vizepräsident an der THWS für Nachhaltigkeit und Infrastruktur, beschrieb das neue Gebäude als „schwarzen Monolith“, was frei nach dem Filmklassiker „2001: Odyssee im Weltraum“ ein Symbol für einen großartigen Moment darstelle. Die schwarze Fassade des neuen Gebäudes besteht aus vorgefertigten Holzelementen; gemäß der Brand- und Explosionsschutzvorschriften wurde Stahlbeton eingesetzt. Um mit einem hochentzündlichen Stoff wie Wasserstoff sicher umgehen zu können, mussten zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden. So gibt es beispielsweise Absauganlagen, außerdem wird die Wasserstoff-Konzentration innerhalb des Gebäudes kontinuierlich überwacht. In den Decken sind Wasserstoff-Sensoren verbaut, die bei zu hoher Konzentration ein akustisches Signal abgeben. Steigt die Konzentration weiter, öffnen sich automatisch die Oberlichter zum Lüften. Werden bestimmte Werte überschritten, schaltet sich die Anlage automatisch ab.

„Das neue Gebäude schafft die Voraussetzungen für einen Aufwuchs der Forschungsaktivitäten und einen Ausbau der Lehre“, erläuterte Prof. Dr. Johannes Paulus, Dekan der Fakultät Maschinenbau. „„Das neue Gebäude gibt uns einen Raum für neue Ideen, die auch zu Ausgründungen und studentischen Start-ups führen sollen. Das große technische und wirtschaftliche Potential der Wasserstofftechnik kann dadurch für die Region besser erschlossen werden. Für die Region kann das Wasserstoffgebäude damit zu einem Anlaufpunkt für Partner aus Industrie und Gewerbe werden und den Transformationsprozess hin zu nachhaltigen und resilienten Strukturen fördern. 

Zum Bachelorstudiengang Wasserstoff- und Verfahrenstechnik

 

Über die THWS

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.

 

Kontakt:
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Dekan Fakultät Maschinenbau

Prof. Dr. Johannes Paulus

Ignaz-Schön-Str. 11

97421 Schweinfurt

johannes.paulus[at]thws.de

 

Pressekontakt:  

Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Angela Kreipl

Münzstr. 12

97070 Würzburg

angela.kreipl[at]thws.de

0931 3511-8354