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State University of Trade and Economics (Ukraine) zu Gast am THWS-Center für Künstliche Intelligenz

01.06.2026 | Pressemeldung, FIW
Professorinnen, Professoren und Studierende besuchen das THWS-Center für Künstliche Intelligenz

Interdisziplinärer Austausch: Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) hat Professorinnen und Professoren, Studierende sowie Kolleginnen und Kollegen der State University of Trade and Economics (SUTE, Ukraine) am Center für Künstliche Intelligenz (CAIRO) begrüßt. Das Treffen fand im Rahmen des vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)- geförderten Projekts „Disinformation and AI Law“ (DAIL) statt. Im Fokus des Besuchs standen mehrere intensive Arbeitstage am CAIRO. Dabei setzten sich Studierende aus den Bereichen Recht und Informatik gemeinsam mit aktuellen Fragestellungen rund um künstliche Intelligenz (KI), Cybersicherheit und Regulierung auseinander. Vorträge, Workshops und gemeinsame Arbeitsformate ermöglichten einen praxisnahen Austausch und verbanden wissenschaftliche Perspektiven mit konkreten Anwendungsbeispielen.

Experten-Workshop

Den Auftakt bildete ein Experten-Workshop zu Desinformation und KI-Recht, zu dem Olena Andriienko (National Academy of Legal Science, Ukraine), Patrick Aichroth (Fraunhofer-Institut, Ilmenau), Dr. Jessica Fling (JUN Legal, Julius-Maximilians-Universität Würzburg JMU), Prof. Dr. Natliia Mazaraki (SUTE, Ukraine), Dr. Iryna Stroyko (Rechtsanwältin, Ukraine) und Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf (JMU) als externe Referierende beitrugen. Weitere Einblicke in die Themen KI und Desinformation lieferten Projektpartner und Forschende, die an der DAIL-Initiative beteiligt sind, namentlich Associate Professor Dr. Tamara Kortukova, Associate Professor Dr. Hanna Ilchenko sowie der Doktorand Roman Shpyrka (alle SUTE) und auf Seiten der THWS CAIRO-Leiter Prof. Dr. Ivan Yamshchikov sowie Prof. Dr. Ralf Roßkopf, die den übergeordneten Forschungskontext und die Ziele des Projekts vorstellten.

Hackathon

Ein besonderer Programmpunkt war der DAIL-Hackathon, organisiert von Prof. Dr. Ivan Yamshchikov und Prof. Dr. Ralf Roßkopf. In interdisziplinären Teams arbeiteten Studierende der SUTE gemeinsam mit Studierenden des internationalen Masterstudiengangs Artificial Intelligence (MAI) der THWS an Lösungsansätzen zur Erkennung von KI-gestützter Desinformation. „Der Hackathon machte deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel von technischen und rechtlichen Perspektiven in diesem Themenfeld ist“, so Prof. Dr. Yamshchikov.

Fachliche Impulse aus Wissenschaft und Praxis

Ergänzt wurde das Programm durch mehrere Fachvorträge zu Desinformation und digitaler Sicherheit. Sven-Eric Fikenscher von der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern (CEPOLIS) stellte Ergebnisse aus dem Horizon-Europe-Projekt FERMI vor und ging dabei insbesondere auf die Analyse und Eindämmung von Fake News ein. Dr. Heiko Michael Edlinger (CEPOLIS) sprach über strategische Sicherheitsfragen und umfassendes Risikomanagement. Auch Vertreter der Rechercheorganisation Correctiv waren vor Ort und gaben Einblicke in ihre Arbeit im Bereich Fact-Checking sowie in die Erkennung KI-generierter Inhalte.

Einblicke in die angewandte Forschung an der THWS

Neben den Aktivitäten am CAIRO besuchte die Gruppe auch das Center für Robotik (CERI) in Schweinfurt, unter der Leitung von Prof. Dr. Tobias Kaupp. Dort erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in aktuelle Entwicklungen im Bereich autonomer Systeme und KI-gestützter Wahrnehmung. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Technologietransferzentrums in Ochsenfurt (TTZ-WUE), der durch das Team Rund um Prof. Dr. Benjamin Weggenmann Einblicke in angewandte Cybersicherheitsforschung und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis bot.

Zum Abschluss des Besuchs erhielten die Teilnehmenden ihre Zertifikate, überreicht von THWS-Prof. Dr. Ralf Roßkopf und Associate Professor Dr. Tamara Kortukova (SUTE). Die kleine Abschlussrunde markierte das Ende einer intensiven Woche voller Austausch und gemeinsamer Aktivitäten.

Das DAIL-Projekt wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit Mitteln des Auswärtigen Amts gefördert. Die Zusammenarbeit zwischen THWS und SUTE wird über den Besuch hinaus fortgeführt, weitere gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen KI, Recht und Cybersicherheit seien geplant. In diesem Zusammenhang halten sich Associate Professor Dr. Tamara Kortukova, Associate Professor Dr. Hanna Ilchenko sowie der Doktorand Roman Shpyrka (alle SUTE) derzeit für einen einmonatigen Forschungsaufenthalt am CAIRO auf, um so zusätzlich zur Vertiefung des wissenschaftlichen Austauschs beizutragen.

 

Über die THWS

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.

 

Kontakt:
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Leiter Center für Künstliche Intelligenz (CAIRO)

Prof. Dr. Ivan Yamshchikov

Franz-Horn-Straße 2

97072 Würzburg

ivan.yamshchikov[at]thws.de

 

Pressekontakt:  
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Angela Kreipl

Münzstraße 12

97070 Würzburg

angela.kreipl[at]thws.de

0931 3511-8354