Wissenschaft erlebbar machen: THWS und Stadt Schweinfurt stärken Verbindung zur Leopoldina
Zurück zu den Wurzeln der Wissenschaft: THWS-Vizepräsident Prof. Dr. Jan Schmitt hat als Teil einer Delegation der Stadt Schweinfurt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle an der Saale besucht. Es ist eine historische Verbindung, die weit über die Grenzen Frankens hinausreicht, denn die Leopoldina hatte ihre Wiege in Schweinfurt. Die Reise zu dieser traditionsreichen Institution soll die historische Verbindung zwischen den beiden Orten stärken und neue Formate für die Vermittlung von Wissenschaft und Forschung anstoßen.
Gegründet wurde die Leopoldina im Jahr 1652 in Schweinfurt als Academia Naturae Curiosorum. Einer ihrer maßgeblichen Gründungsväter war der Schweinfurter Stadtarzt Johann Lorenz Bausch. Bis heute prägt das Leitmotiv der Akademie, frei und unabhängig zum Wohle der Menschheit und der Natur zu forschen, das Selbstverständnis der modernen Wissenschaft. „Das historische Prinzip der Leopoldina – der unvoreingenommene, faktenbasierte Austausch über Disziplinen hinweg – ist heute aktueller, denn je und bildet auch für die THWS das Fundament moderner Forschung und Wissenschaftskommunikation“, sagt Vizepräsident Prof. Dr. Schmitt.
Neue Formate für Schweinfurt
Ziel des Delegationsbesuchs war es, die Geburtsstadt Schweinfurt und den aktuellen Sitz in Halle enger miteinander zu vernetzen. Konkret ging es darum, die Leopoldina im Schweinfurter Stadtleben und in der Region wieder spürbarer und sichtbarer zu machen. Geplant sind künftig verschiedene gemeinsame Formate mit der Gesellschaft, die wissenschaftliche Themen nahbar, verständlich und im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern transportieren. Für die THWS bietet dies eine hervorragende Plattform, um drängende Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit im direkten Austausch zu diskutieren.
„Als ich im historischen Sitzhaus und vor allem im Archiv der Leopoldina stand, war der Geist der Wissenschaft förmlich greifbar“, zeigte sich Prof. Dr. Jan Schmitt beeindruckt. „Es ist ein faszinierender Brückenschlag: Man spürt dort in jedem Winkel die tiefe Gelehrsamkeit der Vergangenheit – und gleichzeitig die enorme Kraft und Verantwortung, mit der wir heute die Fragen unserer Zukunft gestalten müssen.“ Mit den neu geknüpften Kontakten und konkreten Ideen im Gepäck blicken die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Schweinfurt und der THWS motiviert auf die kommenden Projekte, die das Erbe Johann Lorenz Bauschs nach Schweinfurt sichtbarer machen werden.
Über die THWS
Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.
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