Japanische Delegation der Nagaoka University of Technology besucht die THWS in Würzburg
Im Zeichen der langjährigen fachlichen Verbindung hat ein Treffen zwischen der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) und der Nagaoka University of Technology (NUT) aus Japan stattgefunden. Eine Delegation der NUT reiste nach Würzburg, um sich über die Bereiche Behavior-Based Safety, Safety Engineering, Mensch-Technik-Interaktion und wissenschaftliche Weiterbildung auszutauschen.
Zur Delegation gehörten Prof. Dr. Rieko Hojo, Dr. Shoken Shimizu, Prof. Dr. Takanori Miyoshi und Dr. Tomoko Hirokawa. Vor dem Besuch in Würzburg führte die Gruppe zunächst Gespräche beim TÜV Rheinland in Köln und am THWS-Campus in Schweinfurt. Dort stand eine Führung durch Labore und Einrichtungen im Bereich Maschinenbau auf dem Programm. Prof. Dr. Peter Burda stellte der Delegation unter anderem Labore aus den Bereichen Wasserstofftechnik, Robotik und angewandte Ingenieurwissenschaften vor. Im anschließenden fachlichen Austausch zwischen den Gästen und beteiligten THWS-Professoren wurden laufende Arbeiten und mögliche Anknüpfungspunkte für künftige Kooperationen gezeigt.
Der Kontakt zur NUT entstand durch die Zusammenarbeit von Prof. Dr. Christoph Bördlein von der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der THWS, mit Prof. Dr. Rieko Hojo. Dieser forscht an der NUT im Bereich Behavior-Based Safety und System Safety Engineering. Prof. Dr. Hojo gehört in Japan zu den wichtigsten Wegbereitern eines verhaltensorientierten Zugangs zur Arbeitssicherheit. An der THWS vertritt diesen Schwerpunkt Prof. Dr. Bördlein unter anderem über den Zertifikatslehrgang „Spezialist / Spezialistin für Behavior-Based Safety (BSS)“. Den Ansatz der Behavior-Based Safety sowie den angebotenen Zertifikatslehrgang präsentierte er den japanischen Gästen, die ihrerseits Forschungs- und Entwicklungsarbeiten vorstellten, unter anderem zu Fragen der Arbeitssicherheit, zu Mensch-Roboter-Interaktion und zu aktuellen Themen wie Well-Being im Arbeitskontext.
Dr. Tomoko Hirokawa, University Education Administrator am Frontier Education Center for Innovation in Technologies der NUT, interessierte sich insbesondere für die Organisation von Weiterbildungsangeboten, für Zertifikatslehrgänge, Micro-Credentials und Unterstützungsstrukturen für erwachsene Lernende. Prof. Dr. Achim Förster, Vizepräsident für Internationalisierung und Lehre, sprach gemeinsam mit Manuel Glattbach vom Hochschulservice Internationales und Carolin Gläser von der Stabsstelle Internationale Projekte mit dem Besuch über Möglichkeiten der weiteren akademischen Zusammenarbeit. Diese könne zum Beispiel im Bereich Studierendenmobilität, kurzfristiger Austauschformate, gemeinsamer Workshops, wissenschaftlicher Weiterbildung und möglicher gemeinsamer Forschungsaktivitäten geschehen.
Die Verbindung zwischen der THWS und der NUT ist über mehrere Jahre gewachsen. Seit 2022 war Prof. Dr. Bördlein mehrfach in Japan und hat dort unter anderem an Konferenzen und Forschungstreffen im Umfeld von Behavior-Based Safety, Safety Engineering und angewandter Verhaltensanalyse teilgenommen. Auch Carolin Gläser war bereits an einem Forschungsaufenthalt in Japan beteiligt. Der Austausch mit Prof. Dr. Hojo sowie ihren Kolleginnen und Kollegen wurde zudem durch gemeinsame Symposien auf internationalen Fachkonferenzen, unter anderem in den USA, fortgeführt. Der Kontakt solle zukünftig weiter ausgebaut werden. Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche gemeinsame Forschungsprojekte, Workshops, Austauschformate sowie die weitere Zusammenarbeit in den Fachbereichen.
Neben dem fachlichen Programm gehörte auch ein kultureller Austausch zum Besuch. Am Wochenende führte Prof. Dr. Bördlein die japanischen Gäste durch Bamberg. Die Delegation lernte dabei die Altstadt, fränkische Bierkultur und regionale Spezialitäten kennen. Bamberg bot damit auch Gelegenheit, den wissenschaftlichen Austausch in informeller Atmosphäre fortzusetzen.
Über die THWS
Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.
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