Netzwerktagung in Würzburg: THWS gestaltet digitale Transformation von Erasmus+
Ein klares Zeichen für die Digitalisierung des internationalen Austauschs in Europa: Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) hat erstmals das bundesweite Jahrestreffen der Erasmus+ Digitalexpertinnen und -experten (EDE) der Nationalen Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit (NA DAAD) ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens stand der Ausbau effizienter digitaler Arbeitsabläufe im Rahmen der European Student Card Initiative sowie der europaweite Datenaustausch.
Parallel wurde diese Gelegenheit auch für einen strategischen Austausch zwischen Maximilian Pinnen, Digital Officer der NA DAAD, und der THWS-Hochschulleitung genutzt. Hierbei standen gemeinsame Perspektiven zur weiteren Digitalisierung des europäischen Hochschulraums sowie konkrete Schritte zur Optimierung digitaler Prozesse an der THWS im Fokus.
„Dass wir das EDE-Präsenztreffen erstmals an der THWS ausrichten und zeitgleich den strategischen Austausch mit unserer Hochschulleitung führen konnten, ist ein starkes Signal für die internationale und digitale Ausrichtung unserer Hochschule“, betont Anna Moritz, Teamleiterin Digitale Transformation im THWS International Office und Erasmus+ Digitalexpertin NA DAAD seit 2021. „Wir sind stolz darauf, die Digitalisierung der europäischen Hochschulbildung von Würzburg aus aktiv mitzugestalten.“
Synergien aus Internationalisierung und Digitalisierung
An deutschen Hochschulen greifen Internationalisierung und Digitalisierung eng ineinander und müssen aufgrund ihrer Synergien Hand in Hand gedacht werden, so Moritz. Die digitale Verwaltung der Mobilität von Studierenden und Mitarbeitenden, der kooperativen Lehre und Partnerschaften ist in der stark vernetzten europäischen Hochschullandschaft unumgänglich. Vor diesem Hintergrund engagiert sich die THWS für die Digitalisierung ihrer internationalen Prozesse. Im Gespräch zwischen Maximilian Pinnen, der Hochschulleitung, dem Hochschulservice Internationales und der Stabsstelle Internationale Projekte standen die strategische Verknüpfung und der zukunftsfähige Ausbau beider Handlungsfelder im Mittelpunkt.
„Der direkte Kontakt zu den Hochschulen ist für uns als NA DAAD sehr wichtig“, erklärt Pinnen. „Ich habe mich daher sehr über die Gelegenheit gefreut, mit der Hochschulleitung und dem International Office der THWS über die Chancen und Potenziale von Erasmus+ zu sprechen. Die THWS zeigt eindrucksvoll, dass sie sich den Herausforderungen der digitalen Transformation gemeinschaftlich stellt – dieser strategische Ansatz ist ein exzellentes Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung.“
Das anschließende EDE-Arbeitstreffen thematisierte digitale Tools und Prozesse, die den administrativen Aufwand im Erasmus+-Programm reduzieren und gleichzeitig die Qualität der Betreuung internationaler Studierender erhöhen. Das Netzwerk, bestehend aus Mitarbeitenden von International Offices elf deutscher Hochschulen, versteht sich als Vorreiter sowie Interessenvertretung für die Hochschulen gegenüber der Nationalen Agentur, der Europäischen Kommission und weiteren Stakeholdern. „Der Kern der Arbeit der EDE ist es, digitale Prozesse und Lösungen so zu gestalten, dass sie internationale Mobilität, Zusammenarbeit und Austausch noch einfacher und zugänglicher machen“, beschreibt Moritz. Durch diesen Einsatz im EDE-Netzwerk gestaltet die THWS die digitalen Schnittstellen auf Bundes- und EU-Ebene aktiv mit.
Faktencheck-Video für Auslandsämter
Neben Berichten aus Gremien und Konferenzen stand ein konkretes Projekt im Fokus: Im Studio des THWS-Hochschulmedienzentrums produzierten die Expertinnen und Experten einen Video-Faktencheck zur European Student Card Initiative. Viele Hochschulen stehen bei der Umsetzung der neuen Erasmus+-Vorgaben vor technischen Unklarheiten. Das im September erscheinende Video räumt mit Mythen auf und bietet Auslandsämtern bundesweit konkrete Orientierung.
Über die THWS
Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.
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