Tragwerkstest 2026: Kreativität und technische Raffinesse
Was passiert, wenn ein mit Wasser gefüllter Eimer auf einem Podest platziert und die Wassermenge so lange erhöht wird, bis die Konstruktion zu Bruch geht? Genau das haben Architekturstudierende der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) im alljährlichen „Tragwerkstest“ vorgeführt.
In 17 Teams konzipierten die Zweitsemester Kragarme (auch: Kragträger oder Kragbalken) aus Dachlatten, mit dem Ziel, ebendiesen Wassereimer durch ein Hindernis zu manövrieren und ihn anschließend auf ein vier Meter hohes Podest zu stellen, bevor die Konstruktion aufgrund der stetigen Erhöhung der Wassermenge einstürzte.
Kreative Namen und beeindruckende Lösungen
Prof. Dr. Björn Freund, Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen, begleitete und moderierte den Wettbewerb. Unterstützt wurde er dabei von den Fakultätsmitarbeitenden Andreas Hack, Jens Pfennig, Carsten Schäfer und Matthias Schmidt. Die studentischen Teams sorgten mit humorvollen Namensgebungen der Konstruktionen wie etwa „Liebherr 3000“, „Tragobert“ oder „Schreckschrauben“ immer wieder für ein Schmunzeln der Zuschauenden, die in großer Anzahl erschienen und sich das Event nicht entgehen lassen wollten. Schließlich triumphierte das Team mit der Konstruktion „Stoßgebet“, welche das 1,2-fache ihres Eigengewichts tragen konnte. Trotz leichter Windböen bestanden schlussendlich alle 17 Teams den Test. Dieser sei nicht nur eine kreative Herausforderung, sondern auch eine wichtige Etappe vor der Prüfungszeit in wenigen Wochen gewesen.
Bootstaufe und feierlicher Ausklang mit Sommerfest
Nach dem offiziellen Teil folgte die Taufe des Kanuboots „OPUS REDIVIVUM“ für eine Betonkanu-Regatta in Brandenburg an der Havel. Architektur- und Bauingenieurstudierende hatten ein Jahr lang gemeinsam an diesem Projekt im Rahmen eines fächerübergreifenden Wahlpflichtmoduls gearbeitet.
Die Veranstaltung endete schließlich mit einem von der Fachschaft organisierten Sommerfest. Bei Musik von Prof. Dr. Andreas-Thomas Mayer alias DJ ATM, erfrischenden Getränken und Gegrilltem feierten Studierende, Lehrende und Alumni bis in die späten Abendstunden.
Über die THWS
Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.
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