Digitale Globalisierung: Projektstart für „THWS.Global“
Mit dem neuen Projekt „THWS.Global“ führt die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) ihre Internationalisierungsstrategie fort: Ziel ist es, mit fünf strategischen Partnerhochschulen aus Indien, Taiwan, Jordanien und den USA praxisorientierte Forschung und Lehre digital zu vernetzen.
Gefördert wird das Vorhaben mit 550.000 Euro durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen der Förderlinie „HAW.international“. Von 2026 bis 2028 wird die THWS mit der Auburn University (USA), der Christ (Deemed to be University) (Indien), dem RV College of Engineering (Indien), der National Kaohsiung University of Science and Technology (Taiwan) und der German Jordanian University (Jordanien) verstärkt zusammenarbeiten und dabei Maßstäbe für interkulturellen Kompetenzaufbau setzen.
Seit 2014 baut die THWS ihr internationales Profil gezielt aus und treibt die Internationalisierung von Bildung, Forschung und Transfer voran. Über internationale, interkulturelle und transnationale Angebote sowie digitale und praxisorientierte Lehr- und Forschungsumgebungen etabliert die Hochschule ein globales Netzwerk. Im europäischen Raum ist die THWS seit 2025 Mitglied der Europäischen Hochschulallianz UNINOVIS und über Europa hinaus pflegt sie strategische Partnerschaften über drei Kontinente hinweg. Dadurch konnte der Anteil internationaler Studierender von vier Prozent im Jahr 2014 auf mehr als 25 Prozent im Jahr 2025 ausgebaut werden – Tendenz weiter steigend. THWS.Global vertieft diese internationale Profilbildung, indem es den Ausbau außereuropäischer Kooperationen konsequent fortsetzt und strukturell verankert.
„THWS.Global ist das strategische Upgrade unserer bisherigen Erfolgsgeschichte: Der qualitative Sprung liegt im Wechsel von punktuellen Programmen zu einer dauerhaften, tiefen strukturellen Integration“, erläutert Prof. Dr. Achim Förster, Vizepräsident für Internationalisierung und Lehre sowie Projektverantwortlicher der THWS. „Über digitale Lehrformate und virtuelle Labore verankern wir binationale Spitzenlehre und Praxiskooperationen direkt und flexibel in den Curricula. Das ist ein Meilenstein für die globale Ausrichtung unserer Hochschule.“
Fünf Säulen für die globale Vernetzung
Inhaltlich baut THWS.Global auf fünf strategischen Säulen auf, welche digitale Innovation, akademische Exzellenz und interkulturelle Praxis miteinander verzahnen:
- Global.Network: Ausbau und Vertiefung des strategischen Hochschulpartnernetzwerks
- Global.Teaching: Entwicklung und Pilotierung innovativer, digital gestützter Lehrformate sowie deren Flankierung durch Mobilitätsformate unter Leitung der Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik
- Global.Skills: Ausbau von interkulturellen Kompetenzen und Internationalisierung in Verwaltung, Forschung und Lehre
- Global.Labs: Entwicklung und Pilotierung kooperativer Aktivitäten mit Laboren sowie deren Flankierung durch Mobilitätsformate unter Leitung der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
- Global.Vision: Weiterentwicklung von Internationalisierungskompetenzen durch die kooperative Erstellung nachhaltiger Wissensprodukte und deren Bereitstellung für alle Statusgruppen der Hochschule
„Die fünf Wirkungsbereiche von THWS.Global sind keine isolierten Einzelmaßnahmen, sondern bilden ein eng verzahntes Ökosystem“, betont Juan Pablo Juárez Castro, Projektkoordinator und Koordinator für strategische Kooperationen an der THWS. „Die große Besonderheit liegt in der Kombination: Während wir über Global.Teaching und Global.Labs die weltweite Zusammenarbeit direkt in den Alltag der Fakultäten holen, befähigen wir unsere Studierenden und Beschäftigten über Global.Skills gleichzeitig mit den nötigen interkulturellen Kompetenzen. Wir schaffen damit eine moderne, grenzenlose Campus-Erfahrung und verankern Internationalisierung fest in der gesamten Hochschule.“
„Global.Network“ steuert den qualitativen Ausbau der fünf Partnerkooperationen und wird verantwortet durch den Hochschulservice Internationales und die Stabsstelle Internationale Projekte. Diese zentralen Schnittstellen koordinieren die hochschulweite Vernetzung, sichern den internen Wissenstransfer und etablieren Strukturen für einen reibungslosen internationalen Personalaustausch.
Auf diesem Fundament bildet „Global.Teaching“ den ersten Teil des operativen Kerns des Projekts: Unter Leitung von Prof. Dr. Peter Braun von der Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik werden in enger Partnerschaft mit der indischen Christ (Deemed to be University) innovative Co-Teaching-Formate und videobasierte Lehrveranstaltungen direkt in neue Online-Studiengänge integriert. Um eine interaktive Lernerfahrung zu schaffen, kommen Telepräsenz-Roboter und Virtual-Reality-Anwendungen zum Einsatz, während Echtzeit-Übersetzungen mittels künstlicher Intelligenz eventuelle Sprachbarrieren minimieren.
Mit „Global.Labs“ soll unter der Leitung von Prof. Dr. Peik Bremer von der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen in Kooperation mit der US-amerikanischen Auburn University eine wegweisende virtuelle Laborinfrastruktur geschaffen werden: Die heimische „SimCar“-Lernumgebung der THWS und das US-amerikanische „Tiger Motors Lab“ werden digital miteinander verknüpft. Mithilfe von digitalen 360°-Rundgängen werden Studierende über Kontinente hinweg und in ortsunabhängigen Teams komplexe Produktionssysteme realitätsnah und in Kooperation mit einem Praxispartner erproben.
„THWS.Global schafft die Grundlage für eine zukunftsorientierte, digital vernetzte Internationalisierung, von der Studierende, Lehrende und internationale Partner gleichermaßen profitieren“, blickt Juan Pablo Juárez Castro in die Zukunft.
Über die THWS
Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.
Kontakt:
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Projektkoordination THWS.Global
Juan Pablo Juárez Castro
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97070 Würzburg
strategic-cooperations[at]thws.de
Pressekontakt:
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Angela Kreipl
Münzstr. 12
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