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Hightech-Preise Bayern: Schweinfurter THWS-Absolvent wird von Wissenschaftsminister Blume ausgezeichnet

Mehrfach prämierte Robotik-Bachelorarbeit von Shubham Joshi erhält Absolventenpreis sowie Preisgeld von 2.000 Euro

Über die Auszeichnung mit dem Hightech-Preis Bayern in der Kategorie Absolventenpreis darf sich Shubham Joshi, Absolvent der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS), freuen. In einer feierlichen Zeremonie in München überreichte der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, dem ehemaligen Schweinfurter Robotik-Studenten seine Urkunde, womit auch ein Preisgeld von 2.000 Euro verbunden ist.

Der Preis wird an Absolventinnen und Absolventen der Ingenieurwissenschaften an bayerischen Hochschulen und Universitäten verliehen und zeichnet hervorragende Hochschulabschlüsse oder Promotionen aus. In der Absolventen-Kategorie wurden insgesamt fünf junge Ingenieurinnen und Ingenieure ausgezeichnet. Wissenschaftsminister Markus Blume in seiner Festansprache: „Herzlichen Glückwunsch an unsere Preisträgerinnen und Preisträger: Sie beweisen einmal mehr: Bayerns Hochschulen sind Innovationsschmieden und Problemlöser.“

Shubham Joshi wird für seine Arbeit zur Optimierung der Bestimmung der Greifposition für Pakete in der Logistik ausgezeichnet. Für seine Bachelorarbeit war er bereits von der Hans-Wilhelm Renkhoff Stiftung prämiert worden, außerdem hatte er dafür auch den „VDE Bayern Award“ erhalten. Für die Prämierungen war er jeweils von seinem Betreuer, Prof. Dr. Volker Willert, vorgeschlagen worden. „Wir arbeiten auch momentan noch zusammen, um weitere Veröffentlichungen fertig zu machen“, so Prof. Dr. Willert. Die aktuellen Robotik-Bachelorstudierenden führten zudem die Arbeit von Shubham Joshi am Center für Robotik der THWS in Schweinfurt fort – „und er ist weiterhin in Kontakt, beispielsweise um ihnen die Software zu erklären“.

Leben von Menschen mit Behinderung verbessern

Momentan absolviert Shubham Joshi ein Robotik-Masterstudium an der Technischen Universität München und arbeitet parallel am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Was ihn antreibt: Er trägt selbst Cochlear-Implantate und möchte mit seiner Arbeit das tägliche Leben von Menschen mit Behinderung erleichtern. Am DLR arbeitet er daran, einen Rollstuhl mit einem robotischen Arm auszustatten, der es Menschen ermöglicht, selbstständig zu essen oder andere Alltagstätigkeiten auszuführen.

 

Über Shubham Joshis Abschlussarbeit

Die Abschlussarbeit entwickelt das Fachgebiet Computer Vision weiter, also computerbasiertes Sehen, ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz. In seiner Bachelorarbeit „Leveraging Geometric Constraints in 6D Grasp Pose Estimation of Top-Face of Rectangular Cuboids from RGB-D Data" erarbeitete der THWS-Absolvent einen neuen Ansatz, um die 6D-Pose (die Lage und Orientierung im Raum) von rechteckigen Flächen schnell und hochgenau aus einem Kamerabild inklusive einer Tiefenkamera zu errechnen. Damit lässt sich zum Beispiel die Raumlage von Kartons bestimmen, auch wenn sie nur teilweise zu sehen sind, außerdem lässt sich die passende Greifpose errechnen. Dies ist wichtig, damit ein autonomer Roboter zuverlässig und sicher Kartons in einem Warenlager greifen und verladen kann. Damit treibt die Abschlussarbeit die Automatisierung in der Logistik voran und entlastet Menschen von schwerer Arbeit.

 

Über die Hightech-Preise Bayern

Neben den fünf Absolventenpreisen wurde außerdem der Nachwuchspreis mit einer Dotierung von 30.000 Euro an Dr. Lukas Burgholzer von der Technischen Universität München verliehen. Der Hauptpreis – der Hightech-Preis des Bayerischen Ministerpräsidenten – ist mit 300.000 Euro die höchstdotierte Auszeichnung für Technik- und Ingenieurwissenschaften in Deutschland. Ihn erhielt Prof. Dr. Daniela Rus vom US-amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT). Sie ist Expertin für Robotik und Autonome Systemtechnik. Damit zeichnete die Bayerische Staatsregierung zum zweiten Mal gemeinsam mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) wegweisende Forschung und Innovationen aus.

Weitere Informationen zum Hightech-Absolventenpreis

 

Über die THWS

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.

 

Kontakt:
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Center für Robotik (CERI)

Prof. Dr.-Ing. Volker Willert

Ignaz-Schön-Str. 11

97421 Schweinfurt

volker.willert[at]thws.de

 

Pressekontakt:  
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Angela Kreipl

Münzstr. 12

97070 Würzburg

angela.kreipl[at]thws.de

0931 3511-8354