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Art Directors Club Deutschland zeichnet THWS-Studierende 19 Mal aus

Zweimal Silber, sechsmal Bronze und viele weitere Auszeichnungen für Studierende der Fakultät Gestaltung

„Talent Award 2026“ – Auszeichnung für kreative Köpfe: Der Art Directors Club (ADC) hat 19 Preise an Studierende der Fakultät Gestaltung der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) vergeben. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen gewannen die Studierenden für ihre Arbeiten zweimal Silber und sechsmal Bronze. Rund 16 Wochen hatten die Studierenden Zeit, ihre Projekte umzusetzen – angefangen von einer Idee bis hin zur Präsentation der Ergebnisse.

Silber erhielten Patricia Zadrima und Lennart Sterzenbach für ihre Arbeit „atavola“ im sechsten Semester des Studiengangs Kommunikationsdesign, betreut von Prof. Christoph Barth, Studiengangleiter des Bachelorstudiengangs Kommunikationsdesign. Die beiden Studierenden erklären: „Mit ,atavolaʼ entwickelten wir ein Konzept, das Kommunikation durch einen kleinsten gemeinsamen Nenner milieu- und kulturübergreifend zugänglich macht: das Essen!“ In den daraus entstehenden Metaphern würde Kommunikation zum gemeinsamen Mahl, Gesprächsinhalte zu Gerichten und Kommunikationsmittel zu Besteck.

Auch Miriam Kothmeier erhielt Silber für ihre Bachelorabschlussarbeit, den Comic „Ich statt dir – oder von Orchideen“. Gegenstand ist der Fachbegriff „Victim Blaming“, der bedeutet, dass einem Opfer die Schuld und Verantwortung zugeschrieben wird, zum Beispiel für eine Straftat. „In unserer Gesellschaft ein allgegenwärtiges Phänomen“, so Miriam Kothmeier. „Besonders betroffen davon sind Opfer sexualisierter Gewalt.“ Ihr Comic dreht sich um die Frage der Schuld. Was passiert, wenn sie dem Opfer zugeschrieben und infolgedessen internalisiert wird? „Der Comic schafft einen Raum, in dem sich Betroffene gehört und gesehen fühlen. Er sensibilisiert für die Thematik und regt zur Reflexion des eigenen Verhaltens an“, fasst die Absolventin Miriam Kothmeier zusammen.

„Miriam Kothmeier hat in ihrer Abschlussarbeit eine sehr emotionale und analytisch scharfe Erzählung geschaffen, die ihrer Thematik mit graphisch ausgesprochen starken Bildern begegnet“, so Studiendekan André Rösler, der als Verantwortlicher für den Fachbereich Illustration diese Arbeit betreute. 

Ganze sechsmal vergab der ADC Bronze an die THWS-Studierenden: Maja Fuchs für ihre Projektarbeit des sechsten Semesters „mikro-mut“, betreut von Prof. Christoph Barth, an Jule Arnold für ihr Projekt „Zwischen Ost und West“ und an Lioba Scharrenbroich sowie Manuela Mitterbauer für ihre Arbeit „Raumforderung“ – beides betreut von Prof. Johanna Diehl. Ebenfalls Bronze erhielten Daniel Heilmann für seine Arbeit „Welcome to Germany – The Musical Guide“, Lena Breidenbach für „Zeitkapsel“, beides verantwortet von Prof. Erich Schöls, sowie Sarah Pachners „pigmenta“, das ebenfalls Prof. Schöls gemeinsam mit Prof. Judith Glaser betreute.

Neun weitere Auszeichnungen

Sarah Pachner bekam zudem eine zweite Auszeichnung für ein Projekt, das auch von Prof. Schöls betreut wurde und sie „Angstroms“ nannte. Acht weitere Auszeichnungen erhielten Lisa Jahreiss für „IKARUS“, betreut von Prof. Schöls und Prof. Glaser, Nora Hofmann mit „DRIFT“, die ebenso wie Pia-Sophie Hafner und Sarah Pachner für ihr Gemeinschaftsprojekt „ORBIT“ von Prof. Barth betreut wurden. Prof. Glaser verantwortete außerdem die Arbeit von ThuyVy Nguyen namens „SLOMA“. Prof. Claudia Frey, Dekanin der Fakultät Gestaltung, betreute Lena Breidenbachs Projekt „Familiensache“, Prof. Diehl begleitete Charlotte Strobel bei der Arbeit „Frau Stein“ und gemeinsam mit Prof. André Rösler das Projekt „Grow Up Girl!“ von Sofia Escobar. Das Projekt von Davit Khintibidze „was war.“ wurde vom ADC zweimal ausgezeichnet: sowohl in der Kategorie Storytelling als auch Experimentelle / künstlerische Gestaltung. Betreut hat dies Prof. Schöls.

Um einen Eindruck zu erhalten, was hinter den kreativen Namensgebungen der Projekte steckt, erklären Pia-Sophie Hafner und Sarah Pachner ihre Arbeit „ORBIT“ im Rahmen der grenzenlos wirkenden, digitalen Welt: „Unsere Ressourcen sind im Gegenzug begrenzt. Millionen unstrukturierter Dateien verursachen mentale Überlastung und enorme ökologische Überforderung.“ Wie schafft man es, die mühsame Datenpflege von Beginn an als etwas Sinnvolles erlebbar zu machen? „ORBIT“ dient hierbei als Lernplattform, welche das abstrakte Thema Datenmanagement in eine kosmische Bildsprache übersetzt. So werden Speichermedien zu Planeten und digitaler Ballast zu Weltraumschrott. Entstanden ist dieses Projekt im Kurs „Perplex“ des Wintersemesters 2025/26.

ThuyVy Nguyen überlegte sich hinter der Idee „Die entschleunigte Kaffeepause für alle“ eine Kaffeemaschine namens „SLOMA“, die die Zubereitung von Kaffee in einen bewussten, entschleunigten Moment verwandelt. „Ausgehend von der Frage, ob sich Menschen mit unterschiedlichem Zugang zu Kaffee durch ein gemeinsames Gerät verbinden lassen, entstand meine Gestaltung, die zwischen funktionaler Einfachheit und sinnlichem Erleben vermittelt“, so ThuyVy Nguyen. Sloma richte sich sowohl an Menschen ohne Vorwissen, die Kaffee meist beiläufig konsumieren, als auch an „Kaffeefanatikerinnen und Kaffeefanatiker“ mit hohem Anspruch an Zubereitung und Geschmack.

Zu diesen und weiteren Arbeiten der Studierenden der Fakultät Gestaltung


Über die THWS

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.

 

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