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Praxisorientiertes Lehrbuch verbindet internationale Gründungsexpertise mit der Praxis des THWS-Gründungsökosystems

Entrepreneurship-Didaktik vom MIT jetzt auch deutschsprachig an der THWS

Was braucht es, damit aus einer guten Idee ein tragfähiges Vorhaben wird? Antworten darauf liefert Paul Cheeks Entrepreneurship-Lehre am Massachusetts Institute of Technology (MIT), USA. Der langjährige, praxisorientierte Ansatz und zahlreiche erfolgreiche Gründungen bilden die Basis für die Lehrexpertise, die nun auch auf Deutsch unter dem Titel „Startup-Praxis“ zugänglich ist.

Prof. Dr. Bolsinger von der THWS Business School der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) hat gemeinsam mit Bernd Hanheiser das MIT-Lehrbuch „Disciplined Entrepreneurship: Startup Tactics“ zur Gründungslehre ins Deutsche übersetzt und mit einem ethischen Fundament ergänzt. Damit kann die MIT-Gründungspraxis künftig noch stärker Einzug in die Lehre an der THWS halten – und zwar nicht nur in klassischen BWL- oder Entrepreneurship-Studiengängen. „Ziel ist es, bewährte Entrepreneurship-Didaktik möglichst vielen Studierenden zugänglich zu machen – unabhängig davon, ob sie ein wirtschaftswissenschaftliches Studium absolvieren oder nicht“, erklärt Prof. Dr. Bolsinger. Meist hätten auch Studierende aus anderen Studienumfeldern tolle Ideen und brauchten eine bewährte Methodik, die einfach funktioniert.

MIT-Didaktik für die deutschsprachige Lehre

Das Besondere ist, dass die deutsche Ausgabe es ermöglicht, Methoden und Inhalte der MIT-Entrepreneurship-Ausbildung auch in Studiengängen einzusetzen, in denen Englisch nicht selbstverständlich zum Studienalltag gehört. „Nicht in allen Studiengängen sind englischsprachige Lehrbücher fest etabliert. Die deutsche Ausgabe schafft hier einen leichteren Zugang und hilft Studierenden, die praxisorientierte MIT-Denkweise bereits früh im Studium kennenzulernen“, so Prof. Dr. Bolsinger.

Im Wintersemester 2026/27 kam Paul Cheeks Entrepreneurship-Ansatz erstmals regulär in mehreren deutschsprachigen Lehrveranstaltungen der THWS zum Einsatz, unter anderem in den Masterstudiengängen Integriertes Innovationsmanagement und Managing Global Dynamics. Bereits im Sommersemester 2026 setzte die THWS Business School das Material zudem als „Sneak Preview“ im Bachelorstudiengang Medienmanagement ein. Darüber hinaus wird das Lehrbuch in Kürze auch in der THWS-Bibliothek auf Deutsch und Englisch verfügbar sein. „Es geht nicht darum, Entrepreneurship als reines BWL-Thema zu vermitteln“, betont Prof. Dr. Bolsinger. „Vielmehr sollen Studierende unterschiedlichster Fachrichtungen dazu befähigt werden, eigene Ideen zu entwickeln, Chancen zu erkennen und diese in konkrete Vorhaben zu überführen.“

International vernetzt, regional verankert

Die Veröffentlichung steht zugleich beispielhaft für die internationale Vernetzung der THWS und ihr wachsendes Gründungsökosystem. Die Verbindung zum MIT ergänzt dabei bestehende Angebote und Strukturen rund um Entrepreneurship, Innovation und Gründung an der Hochschule. Gerade das Zusammenspiel verschiedener Fachrichtungen spielt dabei eine wichtige Rolle: Gründung, erklärt Prof. Dr. Bolsinger, entstehe nicht ausschließlich in wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen. Technische Entwicklungen, kreative Konzepte, soziale Innovationen oder neue Medienangebote könnten ebenso Ausgangspunkt für unternehmerische Ideen sein. Die THWS schafft dafür zunehmend fachübergreifende Möglichkeiten, Studierende mit entsprechenden Kompetenzen, Netzwerken und Unterstützungsangeboten zusammenzubringen.

Brückenstudium und EXIST Women am Campus Angewandte Forschung

Ein Angebot ist das Brückenstudium der THWS, das seit dem Wintersemester 2024/25 stetig beliebter wird. Im Rahmen dieses Modulstudiums haben Studierende die Möglichkeit, an einem Herzensprojekt zu arbeiten und werden dabei durch Veranstaltungen begleitet. Themen sind zum Beispiel Persönlichkeitsentwicklung, Projektmanagement und Kommunikation.

Auch Förderprogramme wie EXIST Women erweitern das Gründungsangebot der THWS. Das Programm begleitet gründungsinteressierte Frauen mit Coaching, Mentoring und Workshops bei der Entwicklung ihrer Geschäftsideen und bietet ihnen die Möglichkeit, Teil eines wachsenden Gründungsnetzwerks zu werden.

Darüber hinaus unterstützt die THWS Gründungsinteressierte mit individueller Beratung, Mentoring und der Vermittlung in das regionale Gründungsökosystem. Mit dem Startup-Lab Werk:raum stehen Studierenden zudem die Möglichkeiten offen, ihre Ideen von der ersten Entwicklung über den Prototypenbau bis zur Umsetzung weiterzuverfolgen. Der hochschulübergreifende Zertifikatsstudiengang ZENTRIA ergänzt außerdem das Angebot für innovationsbasierte Gründungsvorhaben und richtet sich konkret an THWS-Studierende, die das Zertifikat studienbegleitend erwerben können.

Neues Projekt in der Gründungslehre

Seit Oktober 2025 gibt es auch das Projekt genes!s. Im Zentrum steht die Entwicklung einer neuen Transferarchitektur für eine gründungsorientierte Lehre an der Hochschule. Ziel ist es, ein Gründungs-Mindset nachhaltig im Hochschulkontext zu etablieren und Gründung als festen Bestandteil von Lehre und Forschung stärker zu verankern. Gründungsorientiertes Denken soll langfristig in Lehre und Forschung verstetigt und damit die Voraussetzungen geschaffen werden, unternehmerische Kompetenzen hochschulweit zu fördern: „Gründungsideen entstehen an der THWS in jedem Fachbereich, nicht immer dort, wo man sie zuerst vermutet. Das Buch Startup-Praxis macht die MIT-Systematik für deutschsprachige Lehre nutzbar, für alle Studiengänge. Die Integration in unser Projekt genes!s verändert, wie wir Transfer für alle Studierenden der THWS denken“, so Prof. Dr. Volker Bräutigam, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen.

Die verschiedenen Angebote zeigen: Entrepreneurship an der THWS hat viele Facetten. Ob erste eigene Idee, konkretes Projekt, Prototyp, Gründung oder Weiterentwicklung eines bestehenden Unternehmens – Studierende und Hochschulangehörige finden unterschiedliche Möglichkeiten, ihre Vorhaben zu entwickeln und Unterstützung auf ihrem individuellen Weg zu erhalten. Dabei verbindet die THWS internationale Impulse mit regionalen Netzwerken und eigenen praxisorientierten Formaten. So kann ein Gründungsökosystem entstehen, das Ideen Raum gibt, sich weiterzuentwickeln – fachübergreifend, international vernetzt und regional verankert.

 

Zur Website Founders for Future

Zum Brückenstudium an der THWS

Weitere Informationen zu EXIST Women an der THWS

 

Über die THWS

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.

 

Kontakt:
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

THWS Business School

Prof. Dr. Harald Bolsinger

Münzstraße 12

97070 Würzburg

harald.bolsinger[at]thws.de

 

Pressekontakt:  
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Angela Kreipl

Münzstraße 12

97070 Würzburg

angela.kreipl[at]thws.de

0931 3511-8354