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Promovierende nutzen die Vorteile zweier Welten

20.07.2026 | Pressemeldung, FAB, Promotion
Netzwerktreffen des BayWISS-Verbundkollegs Infrastruktur, Bauen und Urbanisierung am Campus Röntgenring der THWS

Austausch und Netzwerken quer durch den Freistaat Bayern – davon profitieren ganz besonders Promovierende, die noch am Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere stehen. Zum diesjährigen Netzwerktreffen des BayWISS-Verbundkollegs Infrastruktur, Bauen und Urbanisierung (IBU) am Campus Röntgenring der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) waren nicht nur die Promovierenden des Verbundkollegs eingeladen. Auch die Promovierenden des Promotionszentrums Nachhaltige und intelligente Systeme (NISys) konnten die Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch nutzen.

BayWISS – das Bayerische Wissenschaftsforum – ist die Kooperationsplattform der bayerischen Hochschulen und Universitäten, über die Verbundpromotionen an Technischen Hochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften möglich sind. Mit der Aufnahme der THWS in das BayWISS Verbundkolleg IBU im Jahr 2019 können auch Absolventinnen und Absolventen der THWS eine Verbundpromotion anstreben. In den letzten Jahren etablierten einige Hochschulen zudem eigene Promotionszentren. So gibt es seit 2024 an der THWS, der TH Aschaffenburg und der Hochschule Coburg das gemeinsame Promotionszentrum NISys. Manche Promovierende seien in beiden Organisationen aktiv, sagt Sylvia Summerer, Koordinatorin des BayWISS-Verbundkollegs. „Wir wollen uns diese Brücke offenhalten – seit dem Start des Promotionszentrums ist der Zulauf für uns nicht weniger geworden.“ Die Aktivitäten des Verbundkollegs, z. B. Netzwerktreffen oder Fortbildungsangebote wie ein Schreib-Retreat stünden allen Teilnehmenden offen.

Auch Prof. Dr. Christian Fischer von der THWS kann einen positiven Trend nur bestätigen. Bei der Begrüßung der rund 40 Teilnehmenden am Campus Röntgenring bilanziert er, dass in diesem Jahr bereits zwei Dissertationen abgegeben worden seien und vier weitere Abgaben für 2026 geplant seien. In den vergangenen zwölf Monaten starteten außerdem acht neue Promotionsvorhaben: „Das ist eine sehr schöne Entwicklung!“

THWS-Promovendin Senta Mill schreibt ihre Doktorarbeit am NISys, nimmt aber gerne an den Treffen des Verbundkollegs teil. Ihre THWS-internen Betreuer sind Prof. Dr.-Ing. Normen Langner von der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen und Prof. Dr. habil. Nicholas Müller von der Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik. Aufgrund ihres interdisziplinären Promotionsthemas hatte sie sich bereits frühzeitig gezielt für eine fachübergreifende Betreuung durch zwei Professoren der THWS entschieden. Das NISys bot ihr dafür den passenden institutionellen Rahmen. Bei einer Verbundpromotion hätte zumindest eine Universitätsprofessorin oder ein Universitätsprofessor involviert sein müssen. Senta Mill ist sehr zufrieden mit ihrer Wahl: „Ich habe sehr viel Kontakt zu meinen beiden Betreuern – das ist nicht selbstverständlich.“ Gleichzeitig sieht sie auch die Vorteile einer Verbundpromotion bei BayWiSS, beispielsweise durch zusätzliche Fördermöglichkeiten für Sachmittel. Doch sie habe Glück gehabt – „mit einem THWS-Stipendium konnte ich dieses Jahr an einer Konferenz in Los Angeles teilnehmen“. Welches Konstrukt man für die Promotion auch wähle – „es kann Vorteile und Nachteile haben“.

Nachhaltigkeit im Forschungskontext

Beim Netzwerktreffen überwiegen jedenfalls die Vorteile durch den geballten Austausch von Fachwissen: In kurzen Vorträgen referieren die Promovenden zu ihren jeweiligen Themen und präsentieren außerdem ihre Forschung auf Postern. Beim Verbundkolleg Infrastruktur, Bauen und Urbanisierung zieht sich das Thema Nachhaltigkeit quer durch alle Forschungsvorhaben – von der Optimierung von Recycling-Beton über Faserverbundkunststoffe als Alternative zu Betonstahl, die Energieplanung für klimaneutrale Siedlungsentwicklung bis hin zu alternativen Methoden der Verkehrssicherheitsanalyse auf Landstraßen.

Vernetzung beim BayWISS-Netzwerktreffen

„Die Beiträge der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reichten von einführenden Überblicken bis zu detaillierten Einblicken in fortgeschrittene Promotionsvorhaben und verdeutlichen die thematische Vielfalt der im Kolleg vertretenen Forschung“, sagt Prof. Dr. Fischer. Neben dem fachlichen Austausch biete das Treffen den Promovierenden sowie den Professorinnen und Professoren Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Vernetzung. „Die Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen hat sich gefreut, die Gäste des Netzwerktreffens begrüßen zu dürfen und ihnen zugleich einen Eindruck des Würzburger Lebensgefühls vermitteln zu können!“

 

Über BayWISS und NISys

Da Technische Hochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften ursprünglich kein eigenes Promotionsrecht besaßen, wurde 2015 das Bayerische Wissenschaftsforum (BayWiss) ins Leben gerufen. Dabei arbeiten die 19 Technischen Hochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften, 13 Universitäten und sechs Kunsthochschulen in Bayern zusammen, um kooperative Promotionen zu ermöglichen. Professorinnen und Professoren von Universitäten und Hochschulen teilen sich gleichberechtigt die Betreuung der Promovierenden, der Doktorgrad wird allerdings von der jeweiligen Universität verliehen. Um den fachlichen Austausch zu ermöglichen, ist das BayWISS in zehn Verbundkollegs organisiert, die jeweils einen inhaltlichen Schwerpunkt haben, beispielsweise „Life Sciences und Grüne Technologien“, „Sozialer Wandel“ oder „Mobilität und Verkehr“.

Mit dem Bayerischen Hochschulinnovationsgesetz von 2023 wurde auch für Hochschulen der Weg zum eigenen Promotionsrecht über die Schaffung von Promotionszentren möglich, die meist von mehreren Hochschulen gemeinschaftlich betrieben werden. Das ingenieurwissenschaftliche Promotionszentrum für Nachhaltige und Intelligente Systeme (NISys) ist eine Initiative der THWS, der Technischen Hochschule Aschaffenburg und der Hochschule Coburg. Außerdem gibt es an der THWS seit 2025 das Promotionszentrum Lebenswelten im Wandel (LiWa) für Sozial- und Gesundheitswissenschaften.

Weitere Informationen zu BayWISS

Weitere Informationen zum Promotionszentrum NISys und zum Promotionszentrum LiWa

 

Über die THWS

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.

 

Kontakt:
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen

Prof. Dr. Christian Fischer

Münzstr. 12

97070 Würzburg

christian.fischer[at]thws.de

 

Pressekontakt:  
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Angela Kreipl

Münzstr. 12

97070 Würzburg

angela.kreipl[at]thws.de

0931 3511-8354