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Medizintechnik in der Praxis erleben: Cross-Industry 3.0 im Universitätsklinikum Würzburg

23.09.2026 | Pressemeldung, IDEE, FWI, FM, FE, FANG
Transferprojekt transform.RMF bringt Unternehmen, Start-ups und Forschung an sechs Praxisstationen zusammen

Wie verändern Robotik, Virtual Reality, künstliche Intelligenz und Automatisierung die Medizin von morgen? Antworten darauf gab es bei „Cross-Industry 3.0“ im Zentrum für Operative Medizin des Universitätsklinikums Würzburg (UKW). Eingeladen hatte dazu das Transferprojekt transform.RMF, ein Gemeinschaftsprojekt der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) und der Region Mainfranken GmbH, gemeinsam mit dem UKW als Kooperationspartner. Die dritte Veranstaltung der Cross-Industry-Reihe war sehr gut besucht mit Teilnehmenden aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Start-ups und der Gesundheitswirtschaft.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW, zeigte Anton Brunner von der STETTLER Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, wie ein ursprünglich rein automobil geprägtes Unternehmen seine Kernkompetenzen nutzt, um sich Industrie und Medizintechnik als neue Branchen zu erschließen. Damit war der Grundgedanke des Formats gesetzt: Kompetenzen lassen sich über Branchengrenzen hinweg übertragen, wenn tatsächlich ein Austausch stattfindet.

Sechs Stationen im Rotationsprinzip

Danach verteilten sich die Teilnehmenden auf sechs Stationen, die im Rotationsprinzip durchlaufen wurden. Prof. Dr. Astrid Schmieder stellte den Laufroboter HELIA vor, der in der Hautklinik des UKW für die sprachliche Interaktion trainiert wird und das medizinische Personal bei Visiten entlasten soll. Dr. Anna Fleischer und Johannes Braig zeigten mit ENDOLEASE ein bioresorbierbares Implantat, das Medikamente über einen definierten Zeitraum gezielt im Zielgebiet freisetzt. Bei Dr. Tobias Mühling ließ sich die Notfallsimulation STEP-VR mittels Virtual-Reality-Brille ausprobieren. Dr. Matthias Ryma und sein Team präsentierten mit Vasc-on-Demand eine Technologie, die Blutgefäße in dreidimensionale Gewebemodelle integriert, was die präklinische Forschung aussagekräftiger macht und den Bedarf an Tierversuchen senkt. Institutsleiter Prof. Dr. Norbert Strobel und sein Team vom Institut für Medizintechnik Schweinfurt (IMES) der THWS erläuterten am Beispiel der automatisierten Herstellung und Aufreinigung medizinischer Nanopartikel, wie Medizininformatik und Laborautomatisierung ineinandergreifen. Maximilian Göpfert, Luis Peralta und Nora Schorscher-Peralta führten mit LUNOVIA einen selbst entwickelten Teleintensiv-Visitenwagen vor, der Spezialwissen der Maximalversorgung direkt ans Krankenbett regionaler Partnerkliniken bringt.

Im Anschluss blieb Zeit für Gespräche zwischen Wissenschaft, Industrie und Gesundheitswirtschaft. „Genau darauf zielt das Format ab: neue Perspektiven eröffnen, Kontakte knüpfen und Medizintechnik erlebbar machen, statt nur über sie zu sprechen“, sagt Prof. Dr. Volker Bräutigam, Projektleiter bei transform.RMF.

Während die Cross-Industry-Reihe im kommenden Jahr fortgesetzt wird, wartet vorher das nächste Event: Am 29. Oktober 2026 lädt transform.RMF zur ‚transform.night‘ ins Kreativquartier Volkach ein.

Weitere Informationen zum Transferprojekt transform.RMF

 

Über die THWS

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.

 

Kontakt:
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt

IDEE, transform.RMF

Prof. Dr. Volker Bräutigam

Ignaz-Schön-Straße 11

97421 Schweinfurt

volker.braeutigam[at]thws.de

 

Pressekontakt:  
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Angela Kreipl

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0931 3511-8354